Demonstration für Klimaschutz in Stockholm
Drei Wochen vor der Parlamentswahl in Schweden haben am Sonntag in Stockholm rund 10.000 Menschen für mehr Klimaschutz demonstriert. Greta Thunberg, die an der Kundgebung teilnahm, äußerte, dass keine Partei eine Politik vorschlage, die den wissenschaftlichen Anforderungen gerecht werde.
Organisiert wurde der Protest von mehr als 200 Umweltschutzorganisationen, Jugend- und Sportverbänden, Gewerkschaften sowie Religionsgemeinschaften. Der Protestzug startete um 13.00 Uhr. Kliff Lindberg, ein 21-jähriger Student, zeigte sich erleichtert über die hohe Anzahl der Teilnehmer und betonte, dass dies ihm Kraft gebe.
Eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Instituts Verian ergab, dass für 37 Prozent der Befragten der Umweltschutz das wichtigste Wahlthema ist. Analysen deuten darauf hin, dass die rechtsgerichtete Regierung bei den kommenden Wahlen mit einer Niederlage rechnen muss, nachdem sie von einer Kommission zur Überwachung der Klimaziele kritisiert wurde.
Die amtierende Regierung, die seit 2022 im Amt ist, hat unter anderem die Benzinsteuern gesenkt und Anbieter von Kraftstoffen von der Verpflichtung befreit, CO2-arme Alternativen anzubieten. Schweden hat sich zum Ziel gesetzt, die klimaschädlichen Emissionen im Verkehrsbereich bis 2030 um 70 Prozent im Vergleich zu 2010 zu senken und bis 2045 klimaneutral zu werden.
Einordnung
Die gegenwärtige Regierungspolitik steht in der Kritik, was die öffentliche Mobilisierung vor der Wahl verstärkt. Dieser Protest könnte signalisieren, dass Umweltthemen für die Wähler zunehmend an Bedeutung gewinnen und möglicherweise die Wahlentscheidungen beeinflussen.


