Peter Thiel kritisiert Medienlandschaft bei Axel Springer Award
Der Tech-Milliardär Peter Thiel hat während der Verleihung des Axel Springer Awards in Berlin am Donnerstagabend die Medien scharf kritisiert. Er sieht die Berichterstattung vieler Medien als einseitig und fragt sich, warum diese „zu einer Art linken Hassfabrik verkommen“ sei.
Thiel, der mit dem nicht dotierten Preis für sein Unternehmertum und seine unkonventionellen Ansichten ausgezeichnet wurde, lobte gleichzeitig den Chef von Axel Springer, Mathias Döpfner, sowie die US-Journalistin Bari Weiss. Ohne sie wäre die Lage in der Medienlandschaft „wirklich sehr, sehr schlecht“, meinte Thiel und wertete sie als wichtige Gegenstimmen.
Der Milliardär äußerte zudem Verständnis für den Wahlerfolg der Linken in Berlin und erkannte die Problematik der hohen Wohnkosten an. Allerdings befürchtet er, dass die Antworten der Linken, insbesondere durch Mietpreisbindungen, nicht zielführend seien und die Stadt in ein „Elendsviertel“ verwandlen könnten.
Thiel gewonnen den Axel Springer Award als zehnter Preisträger, eine Auszeichnung, die Persönlichkeiten ehrt, die maßgeblichen Einfluss auf Märkte haben. Zuvor wurden prominente Figuren wie Mark Zuckerberg und Elon Musk ausgezeichnet.
Am Rande der Verleihung protestierten über 200 Menschen gegen Thiel, die laut Polizei störungsfrei verlief. Demonstranten entrollten ein Banner mit der Aufschrift „Thiel Shall Not Pass“ und auch der Deutsche Journalisten-Verband kritisierte die Preisverleihung an Thiel.
Einordnung
Die Äußerungen Thiels verdeutlichen die wachsende Kluft innerhalb der Medienberichterstattung und dessen Wahrnehmung. Dies könnte die Diskussion um die Medienfreiheit und die Herausforderungen der Presse zu einem relevanten Thema im politischen Diskurs machen.


