US erklärt Straße von Hormuz zum „neuen Territorium“ in Reaktion auf Iran

August 21, 2026 05:33
US erklärt Straße von Hormuz zum "neuen Territorium" in Reaktion auf Iran

Iran schließt Straße von Hormuz bis zu Bedingungen der USA

Die Straße von Hormuz bleibt laut Iran geschlossen, bis die USA die Bedingungen eines vorläufigen Abkommens erfüllen. Diese Aussage wurde am Dienstag von dem iranischen Chefunterhändler Mohammed Baqer Qalibaf getroffen.

US-Präsident Donald Trump veröffentlichte auf seiner Plattform Truth Social eine Karte der Straße von Hormuz mit dem Titel „New U.S. Territory“. Zuvor hatte er angekündigt, die Meerenge nach dem Ende des Iran-Krieges als US-Territorium zu deklarieren. Laut dem US-Kommando CENTCOM hat die US-Marine im Rahmen ihrer Seeblockade gegen Iran 64 Handelsschiffe umgeleitet, drei außer Gefecht gesetzt und zwei geentert.

Die iranische Regierung reagierte prompt auf Trumps Beitrag. Irans Vizeaußenminister Kasem Qaribabadi kommentierte auf X, dass sich Trumps Illusionen bezüglich der Straße von Hormuz bald korrigieren werden. In der iranischen Führung gibt es Bestrebungen, eine offensivere Konfrontation mit den USA zu fördern.

Trump erklärte, dass derzeit keine Verhandlungen zwischen den USA und Iran stattfänden, während er zuvor behauptet hatte, Vertreter der US-Regierung stünden in Kontakt mit den iranischen Revolutionsgarden. Vali Nasr, Professor an der Johns Hopkins University, äußerte, Trump könne sich aus dem Krieg nicht zurückziehen, da dies einen Waffenstillstand erfordere, den er nicht kontrolliert.

In der Straße von Hormuz wurde ein Schiff von einem unbekannten Projektil getroffen, was zu Schäden im Maschinenraum und einem Todesfall unter der Besatzung führte. Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO bestätigte die Unterstützung der verbleibenden Crew durch die omanische Küstenwache. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist stark eingeschränkt; täglich passieren nur noch wenige Schiffe.

Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz gab bekannt, erneut eine Raffinerie in Saudi-Arabien angegriffen zu haben. Eine Anlage des Ölkonzerns Aramco in Jizan wurde mit mehreren Drohnen attackiert. Die Spannungen zwischen den Houthis und Saudi-Arabien haben zugenommen, nachdem die Miliz bereits zuvor ähnliche Angriffe durchgeführt hatte.

Einordnung

Die Situation in der Straße von Hormuz bleibt angespannt, was sowohl den internationalen Handel als auch die geopolitischen Beziehungen direkt betrifft. Trumps aggressive Rhetorik könnte zu weiteren Eskalationen führen, während die iranischen Reaktionen zeigen, dass die Spannungen zwischen Iran und den USA weiterhin bestehen.

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