Rückgang der Kirchenaustritte setzt sich fort
Im Jahr 2025 sind 66.930 Personen aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten, was einen Rückgang im Vergleich zu 71.531 Austritten im Jahr 2024 darstellt. Dies geht aus der am Mittwoch veröffentlichten amtlichen Statistik hervor.
Die Zahl der Katholiken reduzierte sich gleichzeitig von 4,56 Millionen Ende 2024 auf 4,49 Millionen im Jahr 2025. Im Gegensatz dazu stiegen die Einnahmen aus dem Kirchenbeitrag von 539,4 Millionen Euro auf 552,2 Millionen Euro.
Die Statistik zeigt außerdem, dass im Jahr 2025 5.449 Personen in die Kirche aufgenommen wurden, ein Anstieg von 295 im Vergleich zu 2024. Die Anzahl der Erwachsenentaufen stieg auf 359, während 447 Personen ihr Rücktrittsrecht in Anspruch nahmen.
Es gab jedoch Rückgänge bei Taufen, Trauungen, Erstkommunionen und Firmungen. Die Zahl der Begräbnisse erhöhte sich leicht auf 47.995, was den allgemeinen Rückgang der Sterbefälle in Österreich widerspiegelt. Laut Statistik Austria starben 2025 insgesamt 87.902 Personen in Österreich.
Die Zahl der Priester in Österreich belief sich 2025 auf 3.171, ein leichter Rückgang im Vergleich zu 3.269 im Vorjahr. Die Aufteilung umfasst 1.566 Diözesanpriester, 447 ausländische Priester und 1.158 Ordenspriester. Die Gottesdienstbesuche blieben stabil.
Einordnung
Der Rückgang der Austritte spiegelt sich in der stabilen Zahl der Gottesdienstbesucher und der steigenden Kirchenbeiträge wider. Dies deutet darauf hin, dass trotz des Rückgangs der Mitgliederzahlen das finanzielle Fundament der Kirche weiterhin robust ist.


