Schulversuch zur sechsjährigen Volksschule startet im Herbst
Im nächsten Herbst wird an mindestens fünf Standorten ein Schulversuch zur „sechsjährigen Volksschule“ beginnen. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) kündigte die Initiative an und betonte, dass die derzeitige Trennung zwischen Mittelschule und AHS-Unterstufe nach vier Jahren für viele Kinder zu früh sei.
Der Schulversuch basiert auf der Annahme, dass eine längere gemeinsame Schulzeit von sechs Jahren den Schülern ermöglicht, in einem vertrauten Umfeld ihre Stärken zu entwickeln. Der Übergang zur Sekundarstufe soll fließend gestaltet werden, um den Druck auf die Kinder zu reduzieren und informierte Entscheidungen über die Schulwahl zu ermöglichen.
Im Schuljahr 2027/28 wird das Modell in mindestens drei Bundesländern erprobt. Ziele sind eine bessere Chancengleichheit sowie eine fundierte Evaluierung der Auswirkungen auf Schulwahl und Leistungen der Schüler. Der Unterricht soll teilweise durch Fachlehrer der Partner-schulen erfolgen, wobei die bisherigen Klassenlehrer als wichtige Bezugspersonen erhalten bleiben.
Einordnung
Die Einführung der sechsjährigen Volksschule stellt eine erhebliche Veränderung im österreichischen Bildungssystem dar. Sie zielt darauf ab, soziale Unterschiede abzubauen und den Druck auf Schüler zu reduzieren. Diese Initiative könnte langfristig zu einer gerechteren Verteilung von Bildungschancen führen.


