Wien startet Projekt „Orientierungshilfe“ zur Begleitung minderjähriger Straftäter

September 15, 2025 15:52
Wien startet Projekt "Orientierungshilfe" zur Begleitung minderjähriger Straftäter

Minderjährige Straftäter in Wien erhalten professionelle Begleitung

Minderjährige Straftäter in Wien werden künftig mit professionell ausgebildeten Betreuern, sogenannten „Buddies“, unterstützt. Bildungs- und Jugendstadträtin Bettina Emmerling (NEOS) stellte das neue Projekt „Orientierungshilfe“ am Montag während einer Pressekonferenz vor. Es startet im Oktober und hat das Ziel, ein Abrutschen der betroffenen Kinder in die Kriminalität zu verhindern. Darüber berichtet Welt Stimme.

Das Projekt soll eine gezielte Unterstützung für Kinder bieten, die in Konflikt mit dem Gesetz geraten sind. Die „Buddies“ werden regelmäßigen Kontakt zu den Minderjährigen halten und dabei als Vertrauenspersonen agieren. Durch diese persönliche Begleitung wird angestrebt, die Rückfallquote zu minimieren und den Kindern eine bessere Perspektive zu eröffnen.

Bettina Emmerling betonte, dass die Initiative Teil einer umfassenden Jugendpolitik sei, die darauf abzielt, Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen Hilfe und Orientierung zu bieten. „Wir müssen sicherstellen, dass diese Kinder die Unterstützung bekommen, die sie benötigen, um aus einem Teufelskreis auszubrechen“, erklärte Emmerling.

In Wien gibt es bereits verschiedene Programme zur Unterstützung von gefährdeten Minderjährigen. Das neue Projekt „Orientierungshilfe“ soll nun eine zusätzliche Facette bieten, die sich speziell auf den Umgang mit Kriminalität fokussiert. Die Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Sozialarbeit wird als zentraler Bestandteil des Projekts angesehen.

Die Stadt hofft, dass sich durch diese Initiative das soziale Umfeld der betroffenen Kinder positiv verändern kann und eine langfristige Stärkung ihrer Persönlichkeit gefördert wird. Lokale Organisationen und Schulen werden ebenfalls in das Projekt eingebunden, um einen möglichst breiten Unterstützungsrahmen zu schaffen.

Die Reaktionen auf das Projekt sind überwiegend positiv. Experten aus dem Bereich der Jugendhilfe sehen in der professionellen Begleitung eine wichtige Maßnahme, um die Resilienz der betroffenen Kinder zu steigern. Kritik gibt es jedoch hinsichtlich der finanziellen Mittel, die für die Umsetzung des Projekts bereitgestellt werden müssen.

Insgesamt stellt die „Orientierungshilfe“ einen bedeutenden Schritt in der Wiener Jugendpolitik dar, der die soziale Integration der betroffenen Kinder fördern und ein bewussteres Umgehen mit delinquentem Verhalten unterstützen soll. Dieses Projekt könnte als Modell für ähnliche Initiativen in anderen Städten dienen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

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