Legionellen-Ausbruch in Linz: Zahl der Erkrankten steigt
In Linz haben sich seit Beginn des Legionellen-Ausbruchs insgesamt 26 Personen mit schweren Lungenentzündungen infiziert. In der vergangenen Woche wurden vier neue Fälle registriert. Tragischerweise sind in den letzten Tagen drei Patienten an den Folgen der Erkrankung verstorben.
Die AGES in Wien hat bisher über 150 Umweltproben aus Haushalten, Kühltürmen, Springbrunnen und anderen potenziellen Quellen untersucht. Mehr als 80 Analysen, einschließlich Proben aus den Kühltürmen der Linz AG in der Wiener Straße, wurden bereits abgeschlossen. Diese Proben haben Legionellen aufgewiesen. Die betroffenen Kühltürme wurden sofort gereinigt und desinfiziert, deren Betrieb wird nun strengen Kontrollen unterzogen. Ob eine Verbindung zwischen den Kühltürmen und dem Ausbruch besteht, ist noch unklar. Ergebnisse der weiteren Untersuchungen werden für die nächste Woche erwartet, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung von Land OÖ, Magistrat Linz und AGES hervorgeht.
Untersuchungen laufen unter Hochdruck weiter
Bei drei Erkrankten konnten die Legionellen mikrobiologisch bestimmt werden. Alle drei Isolationen gehören dem Subtyp Allentown/France an und sind genetisch verwandt. Dies deutet darauf hin, dass diese Fälle eine gemeinsame Infektionsquelle aufweisen könnten. Ob die kontaminierten Kühltürme ebenfalls diesen Subtyp haben, wird gegenwärtig geprüft. Die Behörden nutzen moderne Technologien, einschließlich KI-gestützter Analysen, Satellitenbildern und meteorologischen Daten, um weitere mögliche Infektionsquellen zu identifizieren. Die Untersuchungen haben höchste Priorität. Die Bevölkerung wird weiterhin um Aufmerksamkeit und Vorsicht, besonders beim Umgang mit Wasseranlagen, gebeten.
Einordnung
Die fortlaufenden Untersuchungen und Kontrollen sind entscheidend, um die Infektionsquelle zu identifizieren und zukünftige Ausbrüche zu verhindern. Die Situation bleibt kritisch, und die Behörden können durch intensive Analysen möglicherweise weitere gesundheitliche Risiken ausräumen. Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich der Risiken bewusst zu sein und entsprechend vorsichtig zu handeln.


