Kampfjet der rumänischen Luftwaffe zerstört Seedrohne im Schwarzen Meer
Ein rumänischer F16-Kampfjet hat am Donnerstagmittag eine mit Sprengstoff beladene Seedrohne in der Nähe der Erdgasförderplattform „Neptun Alpha“ im Schwarzen Meer vernichtet. Das Verteidigungsministerium in Bukarest gab bekannt, dass die Drohne mit der Bordkanone des Kampfjets zerstört wurde.
Zuvor hatte die rumänische Küstenwache Alarm geschlagen, nachdem ein unbemanntes Objekt nur wenige hundert Meter vor der Förderplattform aufgetaucht war. Interims-Verteidigungsminister Radu Miruta erklärte, dass ein Krisenstab umgehend bei der NATO die Befehlsgewalt beantragt habe. Auf Befehl wurden zwei Kampfflugzeuge der rumänischen Luftwaffe gestartet, um die Seedrohne zu neutralisieren.
Die Drohne war mit Sprengstoff beladen und explodierte infolge der Schüsse. Die ukrainische Seite hatte auf Anfrage der rumänischen Behörden klargestellt, dass das Objekt nicht ukrainischer Herkunft war. Vor zehn Tagen hatten rumänische Militärtaucher bereits zwei unweit der Plattform treibende Flugdrohnen vom Typ Gerbera gesprengt.
Das Offshore-Förderprojekt „Neptun Deep“ im rumänischen Teil des Schwarzen Meeres ist das größte Erdgasprojekt des Landes und wird zu gleichen Teilen von der OMV-Tochter Petrom und dem rumänischen Staatskonzern Romgaz entwickelt.
Einordnung
Der Vorfall verdeutlicht die anhaltenden Sicherheitsbedenken im Schwarzen Meer und die Risiken für kritische Infrastruktur. Die militärischen Maßnahmen Rumäniens zeigen die Bereitschaft, mögliche Bedrohungen unverzüglich zu neutralisieren. Die internationale Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich könnte in dieser Region durch solche Ereignisse weiter verstärkt werden.


