Mit Beginn des Studienjahres stehen die ersten 15 Studentinnen des Bachelorstudiengangs Hebammen an der Hochschule Burgenland in Pinkafeld kurz vor ihrem Abschluss. Der 2022 gestartete Studiengang gilt österreichweit als beispielgebend für eine dezentrale, praxisnahe Ausbildung in einem zentralen Gesundheitsberuf. Darüber berichtet Welt Stimme.
PINKAFELD. Die Nachfrage nach Studienplätzen ist hoch. Für das aktuelle Jahr gingen 133 Bewerbungen ein, jedoch standen nur 15 Plätze zur Verfügung, was einer Aufnahmequote von 1:8,8 entspricht. „Das zeigt, wie groß der Wunsch vieler Frauen ist, diesen sinnstiftenden Beruf zu ergreifen. Wenn wir ihnen Ausbildung und Perspektive im eigenen Land bieten, profitieren Region, Gesundheitssystem und Familien“, erklärte Landeshauptmann und Gesundheitsreferent Hans Peter Doskozil.
Sechs Semester Ausbildung
Der Studiengang, der in Vollzeit angeboten wird, dauert sechs Semester und legt besonderen Wert auf Praxisnähe. Die Ausbildung erfolgt in Kooperation mit Kliniken sowie freiberuflichen Hebammen. Die beruflichen Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und umfassen Schwangerenvorsorge, Wochenbettbetreuung, Hausgeburten, Stillberatung und Rückbildungskurse.
Kaum Studiumsabbrüche
Seit dem Start des Programms im Jahr 2022 haben nur zwei von insgesamt 54 Studentinnen ihr Studium abgebrochen. „Die niedrige Drop-out-Quote zeigt, dass wir mit unserem Angebot die richtigen Menschen ansprechen. Unsere Absolventinnen sind bestens vorbereitet auf die vielfältigen Anforderungen im Hebammenberuf“, betont Studiengangsleiterin Beate Kayer. Kleine Gruppen, individuelle Betreuung und ein hoher Praxisanteil sollen einen direkten Einstieg ins Berufsleben erleichtern.
Finanzierung übernimmt Land
Die Finanzierung der Studienplätze übernimmt zur Gänze das Land Burgenland. „Mit dem Hebammenstudium fördern wir ein wichtiges Gesundheitsberufsfeld und eröffnen Frauen eine verantwortungsvolle, akademische Laufbahn. Es geht um Versorgungssicherheit und gleichwertige Chancen – und beides gewährleisten wir hier direkt im Burgenland“, so Doskozil abschließend.


