Viola Trettenbrein leitet seit August das Kärntner LSE

Oktober 19, 2026 21:46
Portrait of Viola Trettenbrein standing in front of a Landespolizei Kärnten backdrop.

Viola Trettenbrein steht seit 1. August 2026 an der Spitze des Landesamtes für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) der Landespolizeidirektion Kärnten. In einem Interview beschreibt sie die Arbeit der Behörde als dauerhaftes Ringen mit unterschiedlichen extremistischen Strömungen und mit einer zunehmenden Verlagerung ins Digitale.

Trettenbrein sagt, sie sei seit neun Jahren im Staatsschutz tätig und habe den Bereich intern bereits seit rund vier Jahren geführt, bevor sie die Funktion offiziell übernommen habe. Zum Aufgabenfeld des LSE zähle heute rechts- und linksextremes Milieu ebenso wie nihilistisch motivierte Gewalt und Extremismus.

Besonders stark gewichtet sie die Online-Radikalisierung. Diese sei in allen extremistischen Bereichen ein Thema, der digitale Raum werde die Behörde auch in den kommenden Jahren stark beschäftigen.

Nach ihren Angaben läuft in Kärnten seit 2024 eine Reform des LSE. Dazu seien zusätzliche interne Supportbereiche, ein Ausbau der IT-Forensik und des Risikomanagements sowie neue Planstellen gekommen.

Im Zentrum ihrer Arbeit stehe für sie auch der demokratische Auftrag der Behörde. „Wir sollten alle zu schätzen wissen, dass wir in einer Demokratie leben“, sagt Trettenbrein. „Das dürfen wir niemals vergessen.“

Sie ergänzt: „Mir ist es in meinem Beruf wichtig, diese Demokratie wertzuschätzen und sie auch zu schützen.“

Das Interview zeichnet Trettenbrein als erfahrene Polizeibeamtin mit beruflichen Stationen in Wien, Villach und Kärnten. Sie wurde im Untergailtal geboren und lebt heute wieder im unteren Gailtal, wo sie aufgewachsen ist.

Auch künstliche Intelligenz spielt aus ihrer Sicht bereits eine Rolle im extremistischen Umfeld. Gruppen nutzten sie demnach etwa, um Inhalte zu erstellen, zu übersetzen oder für die Verbreitung aufzubereiten.

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