Hermine Haider organisiert in St. Pölten Frauen und unterstützt den feministischen Streiktag „Frauen*streiken“, der am 3. Mai 2027 stattfinden soll.
Sie sagt, sie bezeichne sich seit Jänner 2025 als Feministin. Auslöser sei ein Buch gewesen, das ihr in einer Onlinebibliothek vorgeschlagen wurde und das sie zunächst nicht als feministisches Werk erkannt habe.
„In der Onlinebibliothek wurde mir ein lilafarbenes Buch vorgeschlagen. Der Titel hat mich sofort überzeugt. Ich wusste anfangs nicht, dass es sich dabei um ein feministisches Buch handelt. Aber nach dem Lesen hat es bei mir einfach Klick gemacht“, sagte Haider. Aus dieser Erfahrung sei der Wunsch entstanden, sich für andere Frauen einzusetzen und Frauen zum Austausch und zur Vernetzung zusammenzubringen.
Haider engagiert sich für das Bündnis „Frauen*streiken“, das einen möglichst großen österreichweiten Streiktag vorbereiten will. Die Botschaft des Bündnisses lautet: „Wir streiken für Zeit, Geld und Gerechtigkeit.“
Als Vorbild nennt das Bündnis den isländischen Frauenstreik von 1975. Haider sagt dazu: „Es geht darum, die Arbeit von Frauen sichtbar zu machen. Unser Vorbild ist der isländische Frauenstreik 1975“.
In St. Pölten hat sie heuer eine Arbeitsgruppe gegründet, damit die Anliegen auch vor Ort Gehör finden. Für den 3. Mai 2027 ist dort ebenfalls eine Veranstaltung geplant, an der sich eine lokale Gruppe beteiligen soll.
Nach Angaben aus dem Artikel gab es in Niederösterreich bereits drei Vernetzungstreffen, die hauptsächlich online stattfanden. Aus diesen Treffen sollen Forderungen entstehen; außerdem soll gemeinsam überlegt werden, welche Themen beim österreichweiten Streiktag im Mittelpunkt stehen und wie der Tag in St. Pölten gestaltet werden kann.
Zu den besprochenen Themen zählen laut dem Artikel unter anderem die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung sowie Erfahrungen von Ungerechtigkeit im Alltag.


