Im GuK Rabenstein ist am 15. Oktober eine gut besuchte Fachveranstaltung zum Thema „Grüner Hochwasserschutz – ohne Becken, ohne Dämme?“ über die Bühne gegangen. Im Mittelpunkt standen natürliche Methoden, mit denen Regenwasser länger in der Landschaft gehalten werden soll.
Organisiert wurde der Termin von der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Pielachtal gemeinsam mit der Gemeinde Rabenstein, der LEADER-Region Mostviertel-Mitte und dem Verein Regentropfen. Unter den Gästen waren Fachleute, Gemeindevertreter sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger; laut Bericht kamen auch zahlreiche Bürgermeister und kommunale Vertreter aus ganz Niederösterreich.
In den Vorträgen ging es um aktuelle Klimaprognosen und um praktische Ansätze für die Wasserretention. Genannt wurden unter anderem das Forschungsprojekt resilientRAIN, retentiver Straßenbau und die verbesserte Versickerung von Regenwasser.
Die Referenten stellten diese Maßnahmen nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu klassischem Hochwasserschutz dar. Zugleich verwiesen sie darauf, dass auch die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen eine Rolle spielen.
Persönliche Erfahrungen brachte eine Teilnehmerin namens Luger ein, die von wiederholten Überschwemmungen auf ihrem Grundstück berichtete. Laut Darstellung des Artikels habe sie mit gezielten Maßnahmen zur besseren Wasserretention das Problem lösen können; seitdem sei ihr Grundstück bei Starkregen von weiteren Überflutungen verschont geblieben.
Auch politisch war die Veranstaltung sichtbar besetzt: Die Klubobfrau der Grünen im niederösterreichischen Landtag, Helga Krismer-Huber, war persönlich anwesend, Landesrat Anton Kasser schickte eine Videobotschaft. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass nachhaltige Wasserrückhaltung die Sicherheit in den Gemeinden langfristig erhöhen kann.


