Heilquellen und Bründl im Bezirk Rohrbach: Zwischen Tradition und nicht bewiesener Wirkung

Oktober 23, 2026 10:16
A boy drinks water from a spring pipe set into a mossy stone wall.

Im Bezirk Rohrbach finden sich mehrere Quellen und Kapellen, denen seit langem heilende Kräfte zugeschrieben werden. Die Wasserstellen werden in der Region oft als „Augenbründl“ bezeichnet, doch ein wissenschaftlich nachgewiesener Effekt ist nicht belegt.

Den überlieferten Angaben zufolge soll das Wasser vor allem die Sehkraft stärken und Augenleiden lindern. Ein möglicher positiver Effekt sei aber eher dem Weg zur Quelle als dem Wasser selbst zuzuschreiben.

Zu den bekanntesten Orten zählt die Bründlkapelle am Hollerberg in Auberg. Dort soll einst ein viel besuchter Wallfahrtsort gelegen haben; der erste dokumentierte Hinweis auf die Quelle stammt aus dem Jahr 1749.

Auch die Chager-Kapelle in Sarleinsbach gehört zu diesen Orten. Sie wurde 1888 von Anton und Cäcilia Meisl, den ehemaligen Besitzern der Fixlmühle, errichtet, um einen Platz zu ehren, der ihnen Freude bereitet hatte.

In Hofkirchen wurde die Bründlkapelle im Emmerstorfer Holz 1871 anstelle eines früheren Kreuzstocks errichtet, der dort mehr als 100 Jahre gestanden hatte. In Peilstein steht die Egerholzkapelle in Exenschlag, die 1649 als Pestkapelle zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit über einer Quelle im Egerholz gebaut wurde.

Die Sammlung verweist zudem auf weitere Orte im Bezirk, darunter die Heilig-Wasser-Kapelle in Hörleinsödt, Maria Pötsch in Altenfelden, das Putzleinsdorfer Bründl, die Michaelsquelle in Aigen-Schlägl und die Notarquelle in Haslach. Der Beitrag versteht sich nicht als vollständige Liste und ruft dazu auf, weitere Quellen zu melden.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Riegersburg hilltop castle above village buildings and green fields on a clear day.
Vorheriger artikel

Tischlerei Radaschitz in Riegersburg setzt auf Handwerk und Erlebnisangebot

Group of people posing in front of a building labeled Naturwerkstatt.
Nächster artikel

Waldgespräch in Maria Laach über klimaresistente Wälder

Nicht verpassen