Linz investiert 10 Millionen Euro in die Sanierung des Hummelhofbads

Oktober 23, 2026 10:16
Aerial view of a public outdoor swimming pool complex with several blue pools, slides, surrounding buildings and trees.

Die Stadt Linz lässt das Hummelhofbad für rund 10 Millionen Euro modernisieren und baut dabei unter anderem einen neuen Wellnessbereich. Zugleich verweist die Stadt auf die breite Nutzung ihrer Badeinfrastruktur weit über das eigene Stadtgebiet hinaus.

Mehr als eine Million Menschen nutzen die Linzer Bäder jedes Jahr. Linz AG betreibt vier Hallenbäder samt Sauna- und Wellnessbereichen, drei Freibäder, sieben kostenlose Kinderfreibäder und drei Badeseen.

Nach Angaben der Stadt kommt rund 40 Prozent der Badegäste aus dem Umland. In diesem Sommer zählten die Linzer Freibäder 371.000 Besucherinnen und Besucher.

Der Umbau des Hummelhofbads umfasst die Modernisierung des Wellnessbereichs, neue Wellness- und Ruhezonen auf rund 900 Quadratmetern, zwei neue Whirlpools, getrennte Bereiche ausschließlich für Frauen sowie die thermische Sanierung des Dachs. Die Fertigstellung ist für den 1. September 2027 geplant; die Bauzeit soll etwas mehr als ein Jahr dauern.

Während der Arbeiten bleibt der Freibadbetrieb aufrecht, das Hallenbad wird jedoch geschlossen. Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) sagte: „Ein Bad ist kein Luxus, sondern Grundversorgung – so selbstverständlich wie eine Straße oder eine Schule. Erholung im Wasser muss für alle niederschwellig verfügbar sein“.

Vizebürgermeisterin Karin Leitner (SPÖ) kritisierte zugleich den fehlenden finanziellen Beitrag des Landes Oberösterreich. „Dass Linz noch funktionierende, leistbare und sichere Bäder hat, ist kein Zufall, sondern harte Arbeit der städtischen Linz AG – gestemmt ohne die notwendige Unterstützung des Landes. Wir fangen auf, was im Umland wegbricht – so wie jetzt bei Traun“, sagte sie.

Die Stadt verweist außerdem auf eine hohe Auslastung durch Schwimmkurse. Gemeinsam mit vier Partnern fanden in diesem Sommer rund 40 Kurse statt, an denen 340 Kinder teilnahmen; etwa 30 Prozent kamen von außerhalb Linz. Mit den Schulschwimmkursen seien die Bäder am Limit, so Leitner.

Im Einzugsgebiet von 30 Kilometern rund um die vier Linzer Hallenbäder leben laut Stadt rund 855.000 Menschen. Sollte das Hallenbad in Traun tatsächlich wegfallen, würden nach Einschätzung der Stadt weitere 70.000 Menschen aus dem überlappenden Einzugsgebiet dazukommen. Linz fordert das Land Oberösterreich seit Längerem auf, eine aktualisierte Bedarfserhebung für die Bäder vorzulegen; die letzte sogenannte Badestudie stammt aus dem Jahr 2015.

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