Starkniederschläge in Oberösterreich haben zu einer Verunreinigung der Trinkwasserversorgung geführt. Die Trinkwasserversorgungsanlage Klaus an der Pyhrnbahn, die die Ortschaften Steyrling und Kniewas mit Wasser beliefert, ist betroffen. Die Gemeinde hat jedoch schnell und vorausschauend reagiert.
KLAUS/PYHRNBAHN. Die Belastung des Trinkwassers ist auf intensive Niederschläge nach einer langen Trockenperiode zurückzuführen. Besonders Quellen, die aus oberflächennahen Wasservorkommen gespeist werden, sind betroffen. Diese Verunreinigungen können mikrobiologischer Natur sein und gelangen durch die Niederschläge in das Grundwasser. Es kann einige Zeit dauern, bis sich die Wasserqualität an den betroffenen Brunnen und Quellen durch natürliche Reinigungsvorgänge stabilisiert hat. Die Gemeinde überwacht die Situation engmaschig und nimmt laufend Proben.
„Schnell und richtig gehandelt“
Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder lobte das schnelle Handeln der Gemeinde: „Die Gemeinde Klaus an der Pyhrnbahn hat hier schnell, vorausschauend und richtig gehandelt. Die Bevölkerung wurde über verschiedene Kanäle über ein Abkochgebot informiert.“ Laut Informationen auf der Website der Gemeinde kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Wasserquellen bakteriologisch belastet wurden. Für den Verzehr, das Kochen oder Geschirrwaschen sollte das Wasser abgekocht werden (mindestens drei Minuten Siedetemperatur). Für andere Zwecke ist das Wasser uneingeschränkt nutzbar. Die Gemeinde bittet die Bevölkerung, den Wasserverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren.
Kaineder betont, dass eine Beeinträchtigung der Quellfassungen nach starken Regenfällen schnell eintreten kann, sich aber nach der Normalisierung der Wetterverhältnisse in der Regel schnell wieder stabilisiert.


