Wasserwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) zieht positive Bilanz 2025 zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in ganz Österreich. 2026 sinkt allerdings das Fördervolumen um rund 42 Millionen Euro.
ÖSTERREICH. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) berichtet von einem erfolgreichen Jahr 2025 bezüglich der Förderungen für Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Minister Totschnig hebt hervor, dass die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser in Österreich gestärkt wurde.
Im Rahmen der Siedlungswasserwirtschaft wurden 2.190 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 168 Millionen Euro gefördert. Diese Maßnahmen umfassten auch Anpassungen an den Klimawandel, darunter eine naturnahe Niederschlagswasserbewirtschaftung, die darauf abzielt, Regenwasser lokal zu speichern, versickern zu lassen oder verdunsten zu lassen, anstatt es direkt in die Kanalisation zu leiten.
Durch die Umsetzung von Maßnahmen wie Gründächern, Muldenversickerung, Zisternen und durchlässigen Flächen wird der natürliche Wasserhaushalt unterstützt und die Kanalisation entlastet. Ein Beispiel dafür ist die Marktgemeinde Unterweißenbach in Oberösterreich, die zur Sicherung der Trinkwasserversorgung 2025 einen neuen Brunnen errichtet hat. Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro, wobei das BMLUK rund 500.000 Euro fördert.
500.000 Euro Förderung
Neben dem Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung spielen auch die Erschließung neuer Quellen und die Errichtung von Trinkwasserspeichern eine zentrale Rolle. Investitionen fließen ebenfalls in die Betriebssicherheit, beispielsweise durch den Ausbau von PV-Anlagen und Maßnahmen zur Blackout-Vorsorge.
Im Bereich der Abwasserentsorgung wurden ebenso wichtige Investitionen getätigt. Hierbei handelt es sich um die Errichtung neuer Kanäle sowie die Instandhaltung bestehender Infrastruktur, während auch Anpassungen bei der Abwasserreinigung und dem Umweltschutz gefördert wurden. Im Tirol wurde die Verbandskläranlage des Abwasserverbandes Untere Schranne ausgebaut und modernisiert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf fünf Millionen Euro, wobei 1,1 Millionen Euro durch das BMLUK gefördert werden.
Anpassung an den Klimawandel
Ein weiterführendes Projekt zur Anpassung an den Klimawandel findet in der Marktgemeinde Grimmenstein in Niederösterreich statt. Dort erfolgt der Rückbau befestigter Flächen und deren Begrünung, während die Ableitung von Niederschlagswasser künftig über Versickerungsmulden und Schwammstadtkörper erfolgen wird. Diese Maßnahmen erfordern insgesamt 170.000 Euro, wobei 17.000 Euro Förderung bereitgestellt werden.
Zusätzlich spielt die Unterstützung bei der Bewältigung von Naturkatastrophen eine entscheidende Rolle. Besonders das Hochwasser im September 2024 hat erhebliche Schäden verursacht. Im Jahr 2025 wurden 220 Projekte mit einem Fördervolumen von 15,2 Millionen Euro realisiert, um notwendige Infrastruktursanierungen nach Naturkatastrophen durchzuführen.
Das Fördervolumen sinkt 2026
2026 wird das Fördervolumen für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung österreichischer Gemeinden durch das BMLUK auf rund 126 Millionen Euro sinken, im Vergleich zu 168 Millionen Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang um 42 Millionen Euro.
Totschnig erklärt: „Die Jahresbilanz mit mehr als 2.000 geförderten Projekten zeigt deutlich, dass wir gemeinsam mit den Gemeinden wichtige Zukunftsprojekte umsetzen und die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser für kommende Generationen stärken.“ Zudem betont er: „Das Umweltministerium leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung einer hochwertigen, flächendeckenden Infrastruktur, stärkt die kommunale Handlungsfähigkeit und trägt nachhaltig zum Schutz der Umwelt und der Lebensqualität in allen Regionen Österreichs bei.“ Darüber berichtet Welt Stimme.


