In der Steiermark hat das Weiterbildungsangebot 2025 einen Höchststand erreicht. Laut einer Auswertung des Bildungsnetzwerks Steiermark standen im vergangenen Jahr 28.388 Angebote zur Verfügung, zugleich geraten die Einrichtungen finanziell stärker unter Druck.
Die Zahl der Kurse lag damit um vier Prozent über dem Vorjahr und war die höchste seit Beginn der Datenerhebung durch das Bildungsnetzwerk Steiermark. An der aktuellen Erhebung beteiligten sich 108 Institutionen im Land.
Bei der Teilnahme wurden 405.661 Besuche gezählt. Dieser Wert blieb nach Angaben der Bildungseinrichtungen unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie; als Gründe nennen sie vor allem Kosten und knappe Zeitressourcen.
Zu den stärksten Wachstumstreibern zählten Angebote zur Digitalisierung und zu Künstlicher Intelligenz. In diesem Bereich stieg die Zahl der Kurse binnen eines Jahres um 20 Prozent, die Teilnahme um 34 Prozent.
Gleichzeitig stehen die Anbieter nach eigenen Angaben unter wachsendem finanziellen Druck. Personal-, Energie- und Materialkosten steigen, während vielerorts der finanzielle Spielraum schrumpft.
„Steigende Kosten bei nicht adäquater Abgeltung haben die Einsparungspotenziale vieler Einrichtungen nun über die Jahre erschöpft“, sagt Kerstin Slamanig, Geschäftsführerin des Bildungsnetzwerks Steiermark. Im Sektor sind demnach nur 21 Prozent der Beschäftigten angestellt, viele davon in Teilzeit; mittlerweile gibt es fast doppelt so viele Ehrenamtliche wie Vollzeitbeschäftigte.
„Um weiterhin qualitätsvolle Erwachsenenbildung gewährleisten zu können, braucht es dringend verstärktes Augenmerk und entsprechende finanzielle Mittel seitens der öffentlichen Hand“, sagt Vorstandsvorsitzender Hannes Galter. Erwachsenenbildung sei nicht nur für die persönliche Weiterbildung wichtig, sondern auch für gesellschaftliche Teilhabe und den Wirtschaftsstandort Steiermark.


