Aktion „Impfen für Afrika“ für tiermedizinische Ausbildung
Vom 12. bis 18. Oktober nehmen Tierarztpraxen an der Aktion „Impfen für Afrika“ teil. Während dieser Woche spenden die teilnehmenden Praxen 50 Prozent ihrer Impfeinnahmen an „Tierärzte ohne Grenzen Österreich“. Auch in Niederösterreich können Tierarztpraxen an der Initiative mitwirken.
Die gesammelten Spenden fließen in ein Stipendienprogramm für junge Menschen aus indigenen Gemeinschaften in Afrika. Ziel ist es, ihnen eine tiermedizinische Ausbildung zu ermöglichen, um die Versorgung mit tiermedizinischen Diensten vor Ort nachhaltig zu verbessern. In den ländlichen Regionen Subsahara-Afrikas ist der Zugang zu veterinärmedizinischer Betreuung oft eingeschränkt, obwohl Tiere wie Rinder, Ziegen, Schafe und Kamele für die Lebensgrundlage vieler Familien von entscheidender Bedeutung sind.
Das Programm setzt auf lokale Menschen, die nach ihrer Ausbildung als tiermedizinische Fachkräfte, auch Paravets genannt, in ihren Gemeinschaften tätig werden. So konnten bereits mehrere junge Mitglieder der Maasai-Gemeinschaft in Tansania durch Unterstützung von „Tierärzte ohne Grenzen“ eine professionelle Ausbildung absolvieren.
Ein Beispiel ist Faustine Joseph, ein Mitglied der Sandawe in Tansania, der Veterinärmedizin studiert und nach seinem Abschluss als erster Tierarzt seiner Gemeinschaft fungieren soll. Zukünftig soll das Programm weiteren Gemeinschaften den Zugang zu tiermedizinischer Ausbildung ermöglichen.
Die Initiative beabsichtigt, bereits vor dem Hochschulstudium anzusetzen und die gesamte Bildungslaufbahn zu unterstützen, von den schulischen Grundlagen bis zum Berufseinstieg. Tierhalter in Niederösterreich können die Aktion unterstützen, indem sie Impftermine in teilnehmenden Praxen vereinbaren.
Einordnung
Die Aktion „Impfen für Afrika“ fördert nicht nur den Schutz der Haustiere, sondern trägt auch zur Verbesserung der tiermedizinischen Ausbildung in Afrika bei. Dies ist entscheidend, um die tiermedizinische Versorgung in ländlichen Regionen zu stärken und langfristig die Lebensgrundlagen der betroffenen Gemeinschaften zu sichern.


