Wiener Neustadt: Streit um Polizei-Wachzimmer am Bahnhof flammt nach Wochenende erneut auf

Oktober 26, 2026 12:06
Interior of a train station with escalators, passengers, departure signage and a clock.

Ein Vorfall am Wochenende am Bahnhof Wiener Neustadt hat die Diskussion über die Wiedereröffnung eines Polizei-Wachzimmers an dem Standort neu angefacht.

Auslöser der Debatte war nach Angaben des Artikels eine Auseinandersetzung am Bahnhof, bei der ein Mädchen, angeblich 12 Jahre alt, von einem älteren Mädchen, angeblich 16, getroffen worden sein soll. Die Mutter des mutmaßlichen Opfers warf dem Bahnhofspersonal vor, nicht eingegriffen zu haben.

Der genaue Tatbild ist demnach noch nicht vollständig geklärt. Die Polizei wurde über den Polizeidienst der Landespolizeidirektion Niederösterreich um Stellungnahme ersucht; offen ist weiterhin auch, ob sich der Vorfall im Bahnhofsgebäude, davor oder vor dem angrenzenden Lebensmittelmarkt ereignet hat.

SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger kündigte an, weiter für ein Polizei-Wachzimmer am Bahnhof zu kämpfen. Er sieht in dem Samstag-Vorfall den nächsten in einer langen Reihe untragbarer Übergriffe an diesem Ort und fordert den Innenminister auf, das Wachzimmer wieder einzurichten.

„Der Vorfall am Samstag ist der nächste in einer langen Serie an untragbaren Übergriffen am Bahnhof in den letzten Jahren. Ich frage mich wirklich, wann der Herr Innenminister endlich munter wird und wieder ein Polizei-Wachzimmer einrichtet. So kann es einfach nicht weitergehen.“

Nach Angaben des Artikels hatte Spenger mit seiner Forderung über Jahre hinweg keinen Erfolg auf Bundesebene, auch nicht bei Innenminister Gerhard Karner und dem früheren ÖVP-Sicherheitssprecher Christian Stocker, der inzwischen Bundeskanzler ist. Die erneute Kontroverse wurde am Wochenende auch in einer Wiener Neustädter Facebook-Gruppe intensiv diskutiert.

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