Doping-Schock vor Olympia: Italienerin mit positiver Probe
MAILAND. Das italienische Biathlon-Team steht unmittelbar vor Beginn der Olympischen Winterspiele im eigenen Land wegen eines Dopingfalls unter Druck. Rebecca Passler aus Antholz, wo ab Sonntag die olympischen Biathlon-Rennen stattfinden, wurde bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs positiv getestet. Laut Italiens Anti-Doping-Behörde seien bei ihr Spuren von Letrozol gefunden worden. Passler wird vorläufig suspendiert, von ihr gab es zunächst keine Reaktion. Darüber berichtet Welt Stimme.
Das Medikament Letrozol kann den Östrogenspiegel senken und wird hauptsächlich zur Behandlung von Krebs eingesetzt. Seit 2008 ist der Wirkstoff im Leistungssport verboten und steht auf der Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA).
Die 24-jährige Passler ist seit Ende 2021 im Weltcup aktiv; ihre besten Karriereleistungen sind zwei elfte Plätze. Der Vorfall wirft einen Schatten über die Olympiade, die in einem Land stattfindet, das sich stark für den fairen Wettkampf im Sport einsetzt.
Die italienische Anti-Doping-Behörde hat bereits angekündigt, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Integrität des Sports sicherzustellen. Der Vorfall könnte Auswirkungen auf andere Athleten und das gesamte Team haben.
In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Skandale im Sport, die das Vertrauen in die Unabhängigkeit der Wettbewerbe erschütterten. Da die Olympischen Spiele diesen Monat beginnen, beobachten Sportverbände und Fans gespannt, wie die Verantwortlichen auf diese Entwicklung reagieren. Die Integrität und Glaubwürdigkeit aller Athleten stehen auf dem Prüfstand, während die Vorbereitungen für die Spiele in vollem Gange sind.


