Erstes Training für die Olympia-Abfahrt in Bormio: Österreichs Speedfahrer zeigen solide Leistungen
Am 4. Februar 2026 fand in Bormio das erste Training für die Olympia-Abfahrt statt. Österreichs Skifahrer waren auf der Stelvio-Piste, die nach einem stärkeren Schneefall am Dienstag etwas weicher war als üblich. Darin berichtete Welt Stimme.
Daniel Hemetsberger kommentierte die Bedingungen: „Es ist richtig schlagig, wie wir es wollen. Man hat auch wenig gesehen – richtig Bormio-mäßig eigentlich.“ Während die gemessenen Zeiten im ersten Training wenig Aussagekraft hatten, war der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle der Schnellste. Topfavoriten wie Giovanni Franzoni (+0,16 Sekunden), Marco Odermatt (+0,40), Dominik Paris (5./+0,94) und Vincent Kriechmayr (6./+1,00) zeigten trotz dichter Bewölkung bereits ansprechende Leistungen.
Nach dem Training äußerte sich Kriechmayr: „Es war ein solides erstes Training. Im Mittelteil muss ich noch überzeugter fahren, aber ich bin beim ersten Mal schon schlechter runtergefahren. Ich habe ein paar Schläge erwischt, aber das ist die Stelvio.“
Olympia-Flair noch nicht spürbar
Bormio zeigt sich derzeit als ruhiges Städtchen, in dem letzte Vorbereitungen getroffen werden. Die Tribünen waren beim Training nahezu leer, und „die Atmosphäre ist noch nicht zu 100 Prozent da, aber sie kommt, man spürt es“, so Kriechmayr. „Es ist ein großes Privileg, die eigene Nation unter den fünf Ringen präsentieren zu dürfen. Ich werde mein Bestes geben, dass ich mich dem würdig erweise.“
Die österreichischen Abfahrer fühlen sich optisch gut ausgestattet. „Ich hoffe, dass wir auch schnell sind“, sagte Kriechmayr über das neue Outfit, während Hemetsberger ergänzte, das Design gefalle ihm richtig gut.
Kadermitglieder und Zwischenfälle
Ein unspektakulärer Sturz von Fredrik Möller erforderte einen Hubschrauber, da der Norweger sich an der Schulter verletzte. Raphael Haaser, der ebenfalls stürzte (+2,38), äußerte, dass er nicht mehr „auf der letzten Rille“ fahren wolle und lieber „sauber runterkomme“. Nach einem Infekt fühle er sich wieder „tiptop“.
Stefan Babinsky vervollständigte das österreichische Abfahrtsquartett und kommentierte, dass es in Bormio immer eine Herausforderung sei, im Starthaus zu stehen. „Für mich macht es keinen Unterschied zum sonstigen Weltcup, es war heute gleich dunkel wie im Dezember,“ sagte er.
Für Lukas Feurstein, der als fünfter Österreicher und Reservefahrer fungierte, endete sein Bormio-Debüt mit einem Torfehler. Er hófft auf einen Einsatz bei Olympia, nur im Falle einer Verletzung eines Teamkollegen wird ihm die Möglichkeit gegeben.
Das Training in Bormio bereitete die Abfahrer auf die bevorstehenden Wettkämpfe vor, während die letzten Vorbereitungen für die Spiele fortschreiten. Die Athleten zeigen bisher solide Leistungen und blicken optimistisch auf die kommenden Herausforderungen. Die Vorfreude auf die Olympischen Spiele 2026 wächst, auch wenn das besondere Flair des Events noch auf sich warten lässt.


