Österreichs Rodler triumphieren beim Weltcup in Winterberg
WINTERBERG. Österreichs Rodler haben beim Weltcup in Winterberg am 10. Jänner 2026 mit Einsitzer-Siegen durch Hannah Prock und Jonas Müller eindrucksvoll abgeschnitten. Müller setzte sich gegen den Deutschen Felix Loch und seine Landsmänner Nico Gleirscher sowie Wolfgang Kindl durch. Prock erzielte ihre Bestleistung mit Laufbestzeiten in beiden Durchgängen und besiegte die deutsche Weltmeisterin Julia Taubitz um 0,087 Sekunden. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Erfolg in Winterberg markiert den zweiten Saisonsieg für beide Athleten im Olympiawinter. Prock, die 25-jährige Tirolerin, sicherte sich mit ihrem Sieg das Gelbe Trikot der Gesamtführenden zurück, während Müller sich nur knapp hinter Loch platzierte. Nach dem ersten Lauf schien ein Dreifachsieg für Österreichs Männer möglich, doch Loch setzte das Trio mit einer überragenden Laufzeit unter Druck, wodurch Gleirscher um 0,012 Sekunden zurückfiel.
Prock hatte bereits in der ersten Wettkampfwoche des Weltcups überzeugt und doppelte nun 34 Tage nach ihrem ersten Sieg nach. „Ich war zu Beginn etwas nervös, wurde aber ruhiger“, zeigte sich Prock nach dem Rennen erfreut und führte aus: „Heute war ich entspannt, das Rodeln hat Spaß gemacht.“ Ihre herausragende Leistung im Wettkampf gibt Grund zur Hoffnung auf einen Podestplatz bei den bevorstehenden Olympischen Spielen in Cortina.
Die Leistungen von Müller, der im vergangenen Jahr mit einem Streckenrekord überzeugen konnte, unterstreichen das hohe Niveau, das der heimische Rodelsport erreicht hat. „Ich freue mich sehr über den Sieg, da ich hier meinen ersten Podestplatz geholt habe“, sagte Müller. Er kam mit einer Zehntel Rückstand ins Ziel und verpasste so die Möglichkeit, noch weiter an Loch heranzurücken.
Österreich kann sich angesichts der aktuellen Form seiner Athleten positiv auf die kommende Saison und die Olympischen Spiele vorbereiten. Prock setzt die Tradition ihrer Familie fort, die mit ihrem Vater Markus Prock, einem mehrmaligen Gesamtweltcupsieger und Olympiamedaillengewinner, tief im Rodelsport verwurzelt ist. Auch ihre Landsfrau Lisa Schulte durfte mit einem vierten Platz auf sich aufmerksam machen und zeigte damit, dass das österreichische Damenrodeln stark vertreten ist.
Diese Erfolge verdeutlichen nicht nur die individuelle Stärke der Athleten, sondern auch die Teamarbeit und das Talent im österreichischen Rodelsport, die sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Früchte tragen. Die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele laufen auf Hochtouren, während die Athleten weiterhin hart arbeiten, um ihre Leistungen zu maximieren.


