Sepp Straka gewinnt Ryder Cup 2025 für Europa
FARMINGDALE. Der österreichische Golf-Profi Sepp Straka hat am 29. September 2025 gemeinsam mit seinem Team beim Ryder Cup im US-Bundesstaat New York den Titel verteidigt. In einem spannenden Wettkampf setzte sich das europäische Team gegen die USA durch. „Es war eine Wahnsinnswoche. Es ist das beste Turnier, an dem man teilnehmen kann. In Rom war es schon super. Aber hier zu gewinnen, ist außerordentlich“, äußerte der 32-Jährige nach dem Sieg. Darüber berichtet Welt Stimme.
Straka, der vor zwei Jahren bereits den Ryder Cup in Rom gewonnen hatte, war Teil eines starken Teams, das neben ihm auch Rory McIlroy, Tommy Fleetwood und Jon Rahm umfasste. Das Europateam zeigte Resilienz unter den anspruchsvollen Bedingungen des Wettbewerbs und sicherte sich den Sieg mit einem Endergebnis von 15:13.
Die Feierlichkeiten nach dem Sieg waren ausgelassen. Auf der Siegespressekonferenz sorgte Teamkollege Tyrrell Hatton für Lacher, als er Straka als das „größte Feierbiest“ des Teams benannte. „Sepp! Sepp wird ungeschlagen bleiben“, so Hatton. „Als Straka zum Gespräch mit den deutschsprachigen Journalisten erschien, war er klatschnass von der Champagnerdusche und scherzte darüber, wie sich seine Lebensbedingungen mit der Geburt seines zweiten Kindes geändert haben.
Spannungen am Finaltag
Der Weg zum Sieg war jedoch alles andere als einfach. Am Finaltag kämpfte Straka mit Nervosität und einer schlechten Performance kurz vor Beginn der Runde. „Es war schon sehr arg. Ich war den ganzen Tag sehr nervös. Ich habe auf der Range eine richtig schlechte Session gehabt“, gestand er. Dies führte letztendlich zu einer Niederlage in seinem Einzelmatch gegen US-Open-Champion J.J. Spaun. „Wenn der Driver so gewesen wäre wie die letzten paar Tage, dann hätte ich wahrscheinlich eine gute Chance gehabt, den Punkt zu holen“, so Straka weiter.
Strakas Beitrag zum knappen Sieg
Trotz seiner Niederlage trug Straka bedeutend zum Gesamtsieg des europäischen Teams bei. „Ich bin zufrieden, dass ich den einen Punkt geholt habe. Der war wichtig im Endeffekt“, sagte er. Zusammen mit Jon Rahm trat er im Fourball-Vierer an, von dem das Duo eine Partie gewinnen konnte. „Der Jon ist ein Wahnsinnspartner, wir hatten wirklich großen Spaß“, lobte Straka seinen Teamkollegen.
Die Konstellation im Ryder Cup ist für Straka insbesondere, da er sowohl österreicher als auch amerikanischer Staatsbürger ist, und seine Frau sowie sein Caddy Amerikaner sind. Dennoch stellte er klar: „Wir sind alle Team Europe.“ Sein Caddy, Duane Bock, erschien zur Siegerehrung in einer europäischen Flagge und repräsentierte somit das europäische Team. Straka, der jetzt einen Ryder-Cup-Sieg mehr als Golfgrößen wie Scottie Scheffler oder Tiger Woods vorzuweisen hat, bedankte sich abschließend bei seiner Familie für deren Unterstützung während des Turniers.
Straka zeigte sich gegenüber seiner Frau, die nach der Frühgeburt ihres zweiten Kindes alles unternahm, damit er erfolgreich am Ryder Cup teilnehmen konnte, dankbar. „Die letzten Monate waren für meine Frau und mich eine ziemliche Achterbahnfahrt“, sagte Straka unter Tränen und erhielt für seine herzlichen Worte Applaus von seinen Teamkollegen und Kapitän Luke Donald.


