90 Jahre Busbetrieb der GKB: Feier in Stainz verbindet Nostalgie mit Blick auf die Mobilität der Zukunft

Oktober 19, 2025 10:52
90 Jahre Busbetrieb der GKB: Feier in Stainz verbindet Nostalgie mit Blick auf die Mobilität der Zukunft

Im Rahmen des 90-jährigen Jubiläums des GKB-Busbetriebes stand das Thema Mobilität im Mittelpunkt. Die Feierlichkeit an der Betriebsstelle Stainz beleuchtete die Entwicklung des Unternehmens von der Gründung bis in die Gegenwart und blickte in die Zukunft. Wesentlicher Bestandteil war die Erneuerung der Partnerschaft zwischen der GKB und dem Versorgungsregiment 1 in Gratkorn. Von der Hexe Trixika bis hin zu historischen Autobussen war ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gewährleistet. Darüber berichtet Welt Stimme.

STAINZ. Ein nostalgischer Rückblick prägte die Veranstaltung bei der GKB-Busbetriebsstelle im Gewerbepark. Der Steyr Diesel 380, der Saurer L4C, der Gräf & Stift 120-ON und der Flascherlzugs, die alle getestet werden konnten, erinnerten viele Gäste an ihre frühere Kindheit. Moderatorin Sophie Weinhandl verwies in ihrem Eingangsstatement auf den 11. Mai 1935, als der Busbetrieb bei der GKB ins Leben gerufen wurde.

In ihrer Begrüßung hieß sie zahlreiche Gäste willkommen, darunter NAbg. Wolfgang Moitzi, NAbg. Joachim Schnabl, BR Werner Gradwohl, LR Claudia Holzer, Vizekanzler a.D. Hubert Gorbach sowie Bürgermeister Karl Bohnstingl und Vizebürgermeister Friedrich Scheer.

Interviews mit Ehrengästen

In einem Podiumsgespräch würdigte Bürgermeister Karl Bohnstingl die GKB als führendes Unternehmen in der Weststeiermark, das bei vielen Menschen positive Erinnerungen wecke. „Eine Verbindung nach Groß St. Florian wird wichtig sein“, betonte er mit Blick auf die Koralmbahn. GKB-Geschäftsführer Gerald Klug erinnerte sich daran, dass ihn die Busse zuverlässig zur Schule gebracht hätten, und wünschte dem Standort in Stainz eine fortdauernde Erfolgsgeschichte. Geschäftsführerin Barbara Kleiner hob hervor, dass es wichtig sei, immer am Puls der Zeit zu sein, und dass auch die letzte Meile abgedeckt werden müsse. LR Claudia Holzer stellte die Bedeutung der regionalen Bahn- und Busdienstleister heraus.

„Die Elektrifizierung bis Wies ist abgeschlossen“, stellte sie klar und kündigte an, dass auch der nördliche Abschnitt in Arbeit sei: „Hier muss alles Hand in Hand gehen.“ Wolfgang Moitzi nannte die GKB einen starken und modernen Partner und erklärte, dass das Angebot für Schüler, Arbeitende und Private von großer Bedeutung sei. Er informierte über den neuen Fahrplan, der Mitte Dezember in Kraft tritt. Ein emotionaler Moment war die Verabschiedung von Gerald Moser, der nach 42 Jahren bei der GKB in den Ruhestand geht. Er äußerte sich zufrieden über die gewonnene Zeit mit seiner Familie.

15 Jahre Partnerschaft

Zusätzlich zum Jubiläum wurde auch das 15-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen der GKB und dem Versorgungsregiment 1 des Österreichischen Bundesheeres in Gratkorn gefeiert. Gerald Klug bezeichnete die Partnerschaft als wertvolle Gelegenheit, das Bundesheer und die Wirtschaft zusammenzuführen. „Wir möchten die Zusammenarbeit fortsetzen“, sagte er und betonte die gegenseitigen Vorteile. Kommandantin Jasmin Krutzler sprach von den 165 Jahren GKB und den 90 Jahren Busbetrieb als bedeutenden Meilensteinen.

„Es geht immer um die Beförderung von Menschen“, bemerkte sie und betonte die bedeutende Rolle der Partnerschaft, auch während der Covid-Krise. Militärkommandant Heinz Zöllner gratulierte und bedankte sich für die effiziente Zusammenarbeit, bevor er dem Führungsteam eine Erneuerungsurkunde überreichte. Klug und Kleiner bedankten sich abschließend bei allen Beteiligten, besonders bei Organisator Ernst Suppan, für ihr Engagement.

Ökumenische Segnung

Die Segnung des Festakts übernahmen die Priester Marius Enăşel und László László. „Wir gratulieren zum Jubiläum“, hoben beide die großartigen Leistungen der GKB hervor. Sie schlossen in ihren Segen den Wunsch nach Wachsamkeit, Rücksichtnahme und Schutz vor Leichtsinn ein, damit alle Fahrgäste sicher zu ihren Zielen gelangen.

Anschließend wurden die Gäste eingeladen, an einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm teilzunehmen. Kinder konnten sich von der Hexe Trixika verzaubern lassen. Auch die steuerfreie Verpflegung durch das Bundesheer sowie die von der Meierei angebotenen Speisen erfreuten sich großer Beliebtheit. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Marktmusik Stainz. Die historischen Busfahrten und die Fahrt mit dem Flascherlzug waren ebenfalls große Anziehungspunkte. Die hochmodernen Busse, die heute im Einsatz sind, zogen die Blicke auf sich und erinnerten an die Entwicklungen im Bereich der Mobilität.

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