AK bilanziert mehr als 1,4 Millionen Euro für Bruck an der Leitha im ersten Halbjahr 2025

September 17, 2025 09:22
AK bilanziert mehr als 1,4 Millionen Euro für Bruck an der Leitha im ersten Halbjahr 2025

Die AK präsentierte ihre Halbjahresbilanz für den Bezirk Bruck. „Wir kämpfen für unsere Mitglieder. Der Weg zur AK ist immer der richtige“, so Bezirksstellenleiter Christian Bartel. Darüber berichtet Welt Stimme.

HAINBURG. Ein skandalöser Fall betrifft einen Lehrling, dem sechs Monate nach Beginn seiner Ausbildung eine einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses vorgelegt wurde, ohne dass zuvor Abmahnungen oder andere Kritikpunkte geäußert wurden. Obwohl er unterzeichnete, ist diese Auflösung ohne vorherige Belehrung durch die AK NÖ rechtlich ungültig.

Die Intervention der AK beim ehemaligen Arbeitgeber ergab, dass dessen Anwalt angab, es sei aufgrund eines strafrechtlich relevanten Verhaltens des Lehrlings vor der Auflösung angeblich zu einer Entlassung gekommen. Um die Angelegenheit zu klären, bot der Dienstgeber einen Vergleich von drei Monatsentgelten an, welche in einem weiteren Gespräch auf insgesamt 6.200 Euro brutto erhöht wurden. Da der Lehrling zudem nach Kollektivvertrag bezahlt wurde, wurden diese Ansprüche neu berechnet und nachverhandelt. Insgesamt erhielt der Lehrling, der inzwischen eine neue Lehrstelle gefunden hat, 8.447,23 Euro.

Teilzeit und Entgeltentgang

Im gesamten Bundesland erreichte die AK fast 69 Millionen Euro für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Besonders häufig wurden Teilzeitbeschäftigte beraten. „Gerade im Handel kommt es regelmäßig vor, dass Teilzeitbeschäftigte deutlich mehr arbeiten, als ihre vertragliche Arbeitszeit ausmacht“, schildert Kammerrat Julius-Jürgen Mayer.

Die Umgehung von Mehrarbeitszuschlägen für Teilzeitkräfte stellt ein erhebliches Problem dar und ist ein Grund, warum viele Unternehmen zahlreiche Teilzeitstellen anbieten. Mayer weist darauf hin: „Wenn in einem Unternehmen eine Vollzeitstelle frei wird, muss diese verpflichtend zuerst den Teilzeitbeschäftigten im Betrieb angeboten werden. Auch das wird vielfach nicht eingehalten.“

Mehr als 74.000 Betroffene wandten sich im ersten Halbjahr 2025 an die AK. In den meisten Fällen konnte bereits eine Beratung das Problem lösen. In weniger als zehn Prozent der Fälle waren eine Intervention oder der Gang zum Gericht notwendig.

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