Peter Reiter, der Bezirksstellenleiter der AKNÖ Melk, gibt eine Bilanz für das Beratungsjahr 2025 bekannt, in dem 13.700 Personen Unterstützung suchten. Es wurden 5.511 konkrete Beratungen in Problemfällen durchgeführt, wodurch der AKNÖ Melk 3.846.869 Euro für die Mitglieder im Bereich Arbeits- und Sozialrecht erstritt. Insgesamt beliefen sich die Beiträge der AKNÖ Melk auf 5.959.562 Euro. Darüber berichtet Welt Stimme.
BEZIRK MELK. Die Arbeiterkammer fokussiert sich auf mehrere Schwerpunkte. Besonders hervorzuheben ist die „Arbeitnehmerveranlagung“, die den Mitgliedern im Bezirk Melk einen Betrag von 2,1 Millionen Euro einbrachte. Reiter weist zudem auf die Möglichkeit hin, durch geeignete Beratungen automatisierte Gutschriften zu optimieren.
Ein weiteres Anliegen Reiters betrifft die „sechste Urlaubswoche“. Diese wird häufig von Arbeitgebern ignoriert. „Arbeitgeber sollten prüfen, ob ein Anspruch auf eine sechste Urlaubswoche besteht, basierend auf den Vordienstzeiten“, sagt Reiter. Aufgrund der häufigen Vernachlässigung dieses Themas konnte die AKNÖ 121 Urlaubstage für die Arbeitnehmer durch Interventionen geltend machen.
Krankheitsfall
Ein wichtiges Anliegen ist der Umgang mit Erkrankungen und Behinderungen. Ein Beispiel aus Melk betrifft einen 47-jährigen Arbeiter, der während seiner Tätigkeit einen Schlaganfall erlitt. Der Mann war über fünf Jahre im Unternehmen beschäftigt. Da sein Krankenstand und die Reha länger dauerten als geplant, wurde er nur zehn Tage vor Wiederbeginn der gesetzlichen Entgeltfortzahlung gekündigt.
Reiter erklärt: „Im Krankheitsfall ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Entgelt für einen bestimmten Zeitraum weiterzuzahlen. Mit Beginn eines neuen Arbeitsjahres stehen dem Betrieb neue Entgeltfortzahlungsansprüche zu, die auch über das Ende des Dienstverhältnisses hinaus gelten.“ Der 47-Jährige wurde vom Unternehmen hinsichtlich seiner Entgeltfortzahlung sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld betrogen. Die AKNÖ intervenierte und erkämpfte eine Nachzahlung von 7.240 Euro für ihn.


