Alexandra Kaszay wird neue Chefin der Spanischen Hofreitschule in Wien

März 10, 2026 18:28
Alexandra Kaszay wird neue Chefin der Spanischen Hofreitschule in Wien

Mit 1. April wird Alexandra Kaszay die Leitung der Spanischen Hofreitschule übernehmen, um die traditionsreiche Institution aus der Krise zu führen. Darüber berichtet Welt Stimme.

ÖSTERREICH. Nach langem Warten steht fest, dass die älteste Reitschule der Welt von der erfahrenen Veranstaltungs- und Tourismusmanagerin Alexandra Kaszay geleitet wird. Am Dienstag gaben Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) und Aufsichtsratsvorsitzender Michael Enzinger bekannt, dass Kaszay ab dem 1. April die Verantwortung für die Spanische Hofreitschule, das Lipizzanergestüt Piper und das Trainingszentrum Heldenberg übernehmen wird.

Die Entscheidung des Aufsichtsrats war einstimmig und wurde wichtig, nachdem der vorherige Direktor Alfred Hudler im September des letzten Jahres entlassen worden war.

Fokus auf Tierwohl und Welterbe

Kaszay bringt umfangreiche Erfahrung mit, obwohl sie bislang keine Pferdeerfahrung hat. Der Minister betonte, dass sie als ehemalige Geschäftsführerin der Veranstaltungsgesellschaft „Hofburg Vienna“ über „entscheidende Qualifikationen“ und langjährige Führungserfahrung verfügt. Sie konnte sich gegen 57 weitere Bewerber durchsetzen.

In Anbetracht der recenten personellen und wirtschaftlichen Turbulenzen plant die Spanische Hofreitschule, sich wieder auf die Zucht der Lipizzaner, das Erhalten der klassischen Reitkunst und den Schutz des einzigartigen UNESCO-Weltkulturerbes zu konzentrieren. Minister Totschnig kündigte an, dass bis spätestens zum dritten Quartal ein Hauptverantwortlicher für die Reitbahn benannt werden soll.

Herbergssuche für 70 Pferde

Der Beginn von Kaszays Amtszeit wird gleich mit großen Herausforderungen verbunden sein. Da umfangreiche Sanierungsarbeiten anstehen, muss bis Februar 2027 ein Übergangsquartier für 70 Hengste gefunden werden. Zudem ist ein alternativer Auftrittsort erforderlich. Zu den Gesprächen über mögliche Verhandlungen mit der Stadthalle wollten weder Totschnig noch Enzinger Stellung nehmen.

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