Ams-Osram meldet Umsatzrückgang und erhöhten Verlust im Geschäftsjahr

Mai 9, 2026 00:44
Ams-Osram meldet Umsatzrückgang und erhöhten Verlust im Geschäftsjahr

ams-Osram verzeichnet Umsatzrückgang im ersten Quartal 2026

Der steirisch-deutsche Chip- und Sensorenhersteller ams-Osram meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatzrückgang von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr sowie einen bereinigten Verlust von 72 Millionen Euro. Konzernchef Aldo Kamper bezeichnete die Rahmenbedingungen als herausfordernd, nannte das Ergebnis jedoch „solid“.

Der Umsatz belief sich auf 796 Millionen Euro, was den Erwartungen am oberen Ende der Prognose entsprach. Die negativen Faktoren umfassten geopolitische Krisen, steigende Edelmetallpreise und einen schwachen Dollar. Das Unternehmen konnte jedoch erste Erfolge aus dem Sparprogramm „Simplify“ vermelden und berichtete von einem Fortschritt beim Schuldenabbau.

Die Nettoverschuldung blieb zum Quartalsende mit 1,071 Milliarden Euro stabil, während der Free Cashflow positive 37 Millionen Euro betrug. Für das zweite Quartal erwartet das Management einen Umsatz zwischen 725 und 825 Millionen Euro und bestätigt die Jahresprognose, die von einem moderaten Umsatzrückgang ausgeht.

Kamper stellte zudem eine neue Entwicklungsvereinbarung mit einem Infrastrukturpartner für AI-Photonics vor, die den Eintritt in den Markt für KI-Datenzentren signalisiert. Zugleich führten gemischte Effekte des Iran-Kriegs zu einer belastenden Situation aufgrund hoher Goldpreise, während gleichzeitig Kunden verstärkt Bestellungen aufgeben.

Einordnung

Die aktuellen Resultate zeigen die Herausforderungen, vor denen ams-Osram steht, durch Preisdruck und geopolitische Unsicherheiten. Der Umsatzrückgang und der Verlust können die strategische Position des Unternehmens auf dem Markt beeinträchtigen, während neue Geschäftsfelder für zukünftiges Wachstum sorgen könnten.

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