Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt steigt leicht auf 2,6 Prozent
Ende September 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt 2,6 Prozent, was einen Anstieg um 0,1 Prozentpunkte im Jahresvergleich darstellt. Besonders betroffen sind Frauen über 60 Jahre, deren Arbeitslosigkeit mehr als doppelt so hoch ist wie im Vorjahr. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Leiter des Arbeitsmarktservice (AMS) Freistadt, Alois Rudlstorfer, weist darauf hin, dass die neuen, späteren Zugangsmöglichkeiten zur Alterspension bei Frauen nun zu spüren seien. „Für Frauen, aber auch Männer, die relativ knapp vor dem Beginn der Alterspension den Job verlieren, ist es kaum mehr möglich, einen neuen Job zu finden“, erklärt Rudlstorfer. Unternehmen würden dieser Gruppe nur selten die Chance auf eine neue Anstellung bieten. Das AMS bemüht sich, dieses Problem zu entschärfen, indem es Betriebe unterstützt, die ältere Menschen einstellen, durch zeitlich begrenzte Lohnzuschüsse.
Nachhaltiger Bedarf im Gesundheitssektor
Ende September waren im Bezirk Freistadt 491 Stellen ausgeschrieben, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 83 Stellen bedeutet. Besonders stark ist der Rückgang in den Bereichen Büro (-40,9 %), Handel (-39,2 %) und Technikberufen (-26 %). Im Gegensatz dazu gibt es im Gesundheitsbereich nach wie vor eine hohe Nachfrage, mit 83 offenen Stellen im September, gegenüber 70 im Vorjahr – ein Anstieg von 18,6 Prozent.
Jugendliche finden rasch einen neuen Job
Insgesamt waren Ende des vergangenen Monats 137 Jugendliche beim AMS Freistadt auf Jobsuche, das sind vier mehr als im Vorjahr. Von diesen sind sieben bereits mehr als sechs Monate vorgemerkt. „Das zeigt deutlich, dass der Großteil der Jugendlichen relativ schnell wieder einen neuen Job findet“, betont Rudlstorfer. Der Durchschnitt für Jugendliche beträgt 64 Tage, während es bei über 50-Jährigen 129 Tage sind. Am Lehrstellenmarkt im Bezirk Freistadt gab es Ende September 211 offene Stellen, wobei nur 24 Jugendliche noch aktiv nach einer Lehrstelle suchen.


