Im Bezirk Kufstein ist die Arbeitslosigkeit binnen eines Jahres um 9,9 Prozent gestiegen, besonders stark betroffen sind Jugendliche unter 25 Jahren.
Im Bezirk Kufstein hat die Arbeitslosigkeit im Oktober 2025 spürbar zugenommen. Laut aktuellen Daten des Arbeitsmarktservice (AMS) Tirol waren um 9,9 Prozent mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Oktober des Vorjahres. Damit zählt Kufstein – neben Innsbruck – zu den Bezirken mit dem deutlichsten Anstieg im Land. Tirolweit erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 4,3 Prozent auf insgesamt 20.217 Personen. Die Arbeitslosenquote im Bundesland liegt derzeit bei 5,5 Prozent und damit weiterhin unter dem österreichweiten Durchschnitt von 7,2 Prozent. Darüber berichtet Welt Stimme.
32,4 Prozent mehr junge Arbeitslose
Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Im Bezirk Kufstein hat die Zahl der Jugendlichen unter 25 Jahren, die ohne Job sind, im Vergleich zum Vorjahr um 32,4 Prozent zugenommen – ein Wert, der nur noch von Innsbruck übertroffen wird. Besonders betroffen sind junge Erwachsene zwischen 18 und 19 Jahren, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben und nun in den Arbeitsmarkt eintreten wollen. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist der Schritt ins Berufsleben für viele junge Menschen besonders herausfordernd“, erklärt AMS-Landesvizedirektor Johannes Schranz. Sprachliche Defizite und psychische Belastungen erschweren den Einstieg zusätzlich, so das AMS.
Tirolweiter Trend zeigt gemischtes Bild
Obwohl Tirol insgesamt einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet, zeigt sich der Arbeitsmarkt differenziert. In Branchen wie dem Handel (+10,7 Prozent), der Industrie (+10,3 Prozent) oder dem Gesundheits- und Sozialwesen (+21,8 Prozent) sind viele Arbeitsplätze verloren gegangen. Im Gegensatz dazu wurde die Beherbergung und Gastronomie leicht entlastet (-3,3 Prozent). Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten in Tirol um rund 1.000 Personen auf 348.000 unselbständig Beschäftigte. Das AMS nutzt die derzeitige Phase des Stillstands, um Arbeitsuchende zu qualifizieren und sie für zukünftige Jobchancen vorzubereiten.


