Bei der traditionellen Aschermittwochsveranstaltung der Sparkasse OÖ stand die Keynote von Politikwissenschafter Peter Filzmaier und die anschließende Podiumsdiskussion im Mittelpunkt.
LINZ. Die Sparkasse OÖ und die Anteilsverwaltung Sparkasse OÖ luden gemeinsam mit der Katholischen Privatuniversität Linz zur Aschermittwochsveranstaltung 2025 ein. Das Hauptthema der Veranstaltung war die Verbindung von wirtschaftlichem Erfolg und ethischer Verantwortung in der heutigen Zeit. Darüber berichtet Welt Stimme.
Fairness und Verantwortung im Unternehmertum
Politik- und Kommunikationswissenschafter Peter Filzmaier lieferte mit seiner Keynote „Fairness, Fortschritt und Gerechtigkeit: Jeder ist dafür und keiner tut was?“ den zentralen Impuls. Filzmaier thematisierte das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Ansprüchen und realem Handeln und beleuchtete die Rolle von Unternehmen und Staat bei der Überbrückung dieser Lücke. Er stellte fest, dass der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg zunehmend von der Glaubwürdigkeit der Unternehmen abhängt, Verantwortung zu übernehmen und Fairness in ihr Handeln zu integrieren.
„Fairness und Gerechtigkeit dürfen keine abstrakten Ideale sein. In der Theorie ist zwar jeder dafür, nur bleibt das im wirtschaftlichen Alltag häufig ein Lippenbekenntnis. Oft auch, weil man einfach nicht daran denkt. Fortschritt bedeutet jedoch, dass man Neuentwicklungen im Gewinninteresse mit fairen und gerechten Handlungsweisen verbindet“,
unterstrich Filzmaier in seiner Keynote.
Podiumsdiskussion zur Rolle der Wirtschaft
Im Anschluss an die Keynote diskutierten Stefanie Christina Huber (Generaldirektorin der Sparkasse OÖ), Peter Filzmaier, Georg Emprechtinger (Geschäftsführender Eigentümer TEAM 7) und Bernd Ziegler (Katholische Privatuniversität Linz) über die Rolle der Wirtschaft als gesellschaftliche Gestaltungskraft. Die Panelisten adressierten zentrale Fragen wie: Welche gesellschaftlichen Mechanismen beeinflussen faire Politikgestaltung? Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, um nachhaltigen Fortschritt zu ermöglichen? Und wie gelingt es, ethische Prinzipien im täglichen Wirtschaften zu leben? In der Diskussion betonte Stefanie Christina Huber, dass Banken und Unternehmen heute eine Vorbildfunktion einnehmen:
„Es liegt an uns, Wirtschaft so zu gestalten, dass sie für alle einen Mehrwert schafft. Fairness und Fortschritt sind kein Widerspruch – sie sind die Basis eines zukunftsfähigen Geschäftsmodells.“


