AT&S erweitert seine Reinraumkapazitäten am Standort Leoben auf 2.300 Quadratmeter. Nach einem Rekordjahr 2025 reagiert der Leiterplattenhersteller damit auf eine „anhaltend exzellente Auftragslage“.
LEOBEN. Nach einer Phase globaler wirtschaftlicher Unsicherheit ergreift die AT&S AG erneut die Initiative. Das Unternehmen gab bekannt, dass am Stammsitz in Leoben eine umfassende Standortoffensive gestartet wird. Die Hauptkomponente der Erweiterung ist eine erhebliche Ausweitung der Fertigungskapazitäten für sogenannte Embedding-Spezialprodukte – eine Schlüsseltechnologie für die moderne Mikroelektronik. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Optimismus im Konzern basiert besonders auf den schnellen Fortschritten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). „Nach eineinhalb herausfordernden Jahren geht es wieder bergauf“, erklärt Michael Mertin, CEO und Vorstandsvorsitzender von AT&S. Laut Mertin spielt das Thema KI eine wesentliche Rolle als Treiber für die Auftragslage. „Es ist entscheidend, mutig in die eigene Substanz zu investieren, wenn die globale Wirtschaft vor Herausforderungen steht“, betont er und unterstreicht die Bedeutung der aktuellen Investitionen.
Ein Reinraum auf zwei Etagen
Die technischen Details des Ausbaus heben den technologischen Fortschritt des Standorts hervor. Die für die Produktion essentielle Reinraumfläche wird von derzeit 760 auf künftig 2.300 Quadratmeter verdreifacht. Da dieser Bereich sich über zwei Stockwerke erstreckt, ist der Einbau spezieller Liftanlagen und Treppenhäuser notwendig.
Gleichzeitig wird der Standard der Luftreinheit auf die anspruchsvolle Klasse ISO 6 angehoben. „Wir erhöhen unsere Kapazitäten deutlich“, erklärt Barbara Decker-Schlögl, Senior Director Operations und neue Standortleiterin in Leoben. Der Umbau umfasst auch optimierte Logistikprozesse und neue Büroflächen und soll bis Sommer 2026 abgeschlossen sein.
Bekenntnis zum Standort und neue Jobs
Diese Investition folgt unmittelbar auf die Inbetriebnahme des Forschungszentrums für IC-Substrate im vergangenen Jahr. Für Leoben bedeutet dieser Schritt nicht nur technologische Souveränität, sondern auch Beschäftigungssicherheit. Im vergangenen Herbst schrieb das Unternehmen 150 neue Stellen in der Fertigung aus, um den Bedarf zu decken, der durch die gewonnene Auftragslage bei Großprojekten entsteht.
Durch die Kombination aus lokaler Expertise und der Ausrichtung auf globale Megatrends wie Cloud-Computing und KI-Anwendungen sieht CEO Mertin das Unternehmen „bestens aufgestellt“.


