Bahnsteigverlängerung in Rattenberg-Kramsach schafft 560 Sitzplätze für Pendler

September 30, 2025 13:12
Bahnsteigverlängerung in Rattenberg-Kramsach schafft 560 Sitzplätze für Pendler

Die Verlängerung der Bahnsteige in Rattenberg-Kramsach ermöglicht längere Züge und bietet Pendlerinnen und Pendlern mehr Sitzplätze.

RATTENBERG, KRAMSACH (red). Die Arbeiten an den Bahnsteigen der Haltestelle Rattenberg-Kramsach sind nun abgeschlossen. Erstmals können längere Züge zwischen Innsbruck und dem Tiroler Unterland eingesetzt werden. Wo zuvor zusätzliche Waggons erst ab Brixlegg zur Verfügung standen, sind jetzt bereits ab Kufstein und Wörgl doppelt so viele Sitzplätze vorhanden. Darüber berichtet Welt Stimme.

560 statt 280 Sitzplätze

Die Fahrgäste des REX2 profitieren besonders von diesem Ausbau, der täglich 76 Fahrten zwischen Wörgl und Innsbruck umfasst. Vor allem zu Stoßzeiten zeigt sich der Unterschied deutlich: Statt 280 gibt es nun bis zu 560 Sitzplätze. „Neben einem guten Takt braucht es vor allem der Nachfrage entsprechende Kapazitäten, damit das Pendeln mit Öffis attraktiv bleibt. Mit der nun abgeschlossenen Bahnsteigverlängerung gibt es doppelt so viele Sitzplätze und damit auch zu den Hauptverkehrszeiten ausreichend Platz für alle. Zudem wurden die Bahnsteige mit einem taktilen Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen ausgestattet“, erklärte Tirols Mobilitätslandesrat René Zumtobel.

Bedeutung für das Tiroler Unterland

Auch der Verkehrsverbund Tirol (VVT) betont die Bedeutung dieses Projekts. Die Verlängerung der Bahnsteige ist ein entscheidender Schritt, um die bestehende Infrastruktur im Tiroler Unterland optimal zu nutzen. Geschäftsführer Alexander Jug sagte: „Gerade in den Hauptverkehrszeiten ist die Kapazität aufgrund der enormen Fahrgaststeigerung der letzten Jahre entscheidend. Mit der Verlängerung der Bahnsteige in Rattenberg-Kramsach und dem Einsatz von doppelten Zuggarnituren auf der gesamten Strecke haben wir eine spürbare Verbesserung für unsere Fahrgäste erreicht.“

Bauarbeiten in mehreren Schritten

Die ÖBB begannen Ende Februar mit den Arbeiten, bei denen unter laufendem Betrieb zwei Stützmauern und eine Brücke neu errichtet wurden. Außerdem mussten Signalanlagen verlegt werden. Die ÖBB bedanken sich bei den Anwohnerinnen und Fahrgästen für ihr Verständnis während der Bauphase. Die vollständige Barrierefreiheit auf der Nordseite folgt in einem nächsten Schritt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf ca. 1,9 Millionen Euro, wovon das Land Tirol 400.000 Euro übernahm. „Durch die Baumaßnahmen an der Haltestelle Rattenberg-Kramsach haben die ÖBB einen wichtigen Mosaikstein für den Komfort und die Leistungsfähigkeit der Regionalverbindungen im Tiroler Unterland gesetzt. Durch konsequenten Ausbau der Bahninfrastruktur sind die ÖBB in der Lage, die steigende Nachfrage nach umweltfreundlicher Mobilität auf hohem Qualitätsniveau zu bedienen“, sagte Michael Mangeng, Leiter Asset Management Region West, ÖBB-Infrastruktur AG.

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