Bei der Veranstaltungsreihe „Familienunternehmen unter sich“ diskutierten Gertrude Schatzdorfer-Wölfel von Schatzdorfer Gerätebau und Heinrich Spängler vom Bankhaus Spängler in der Villa Toscana über Chancen und Herausforderungen von Familienunternehmen. Darüber berichtet Welt Stimme.
GMUNDEN, GAMPERN. Das Event unter dem Titel „1958 meets 1828: Pioniere im Wandel der Zeit“ beleuchtet die Themen Nachfolgeregelung, Führungsmodelle und Krisenbewältigung, die für Familienunternehmen entscheidend sind. Das Bankhaus Spängler befindet sich seit sieben Generationen im Familienbesitz, während die Schatzdorfer Gerätebau GmbH & Co KG derzeit den Übergang zur dritten Generation vollzieht. „Stärke liegt nicht darin, Recht zu haben, sondern darin, lernbereit zu sein. Das ist gerade bei der Übergabe von Unternehmen ein erfolgsbringender Grundsatz“, betont Gertrude Schatzdorfer-Wölfel, die das Unternehmen seit 1994 leitet. Ihre Philosophie, „Kümmere dich um die Menschen, dann kommen die Zahlen von selbst“, spiegelt sich in der überdurchschnittlichen Mitarbeiterbindung des Unternehmens wider.
Zwischen Beständigkeit und Erneuerung
Heinrich Spängler, der das Bankhaus nach seinem Eintritt 1964 jahrzehntelang prägte, stellte die Geschäftsstrategie der ältesten Privatbank Österreichs vor und erläuterte die Besonderheiten familiengeführter Finanzinstitute. Ein zentraler Punkt ist dabei die Balance zwischen Tradition und Innovation über Generationen hinweg. Die 1958 gegründete Schatzdorfer Gerätebau GmbH & Co. KG hat sich als renommierter Zulieferer der Metallindustrie etabliert. Mit einem Lehrlingsanteil von elf Prozent und einem Frauenanteil von 24 Prozent setzt das Unternehmen bewusst auf Nachwuchsförderung und Diversität. Unter der Führung von Gertrude Schatzdorfer-Wölfel findet die Übergabe an die dritte Generation planmäßig statt. Ihre Töchter Marlene, die als geschäftsführende Gesellschafterin tätig ist, und Elisa, die im Familienbeirat aktiv ist, sind bereits in die Unternehmensführung eingebunden.


