Mit dem offiziellen Baustart wurde am heutigen Mittwoch ein bedeutendes Infrastrukturprojekt in Föderlach eingeläutet: Die Errichtung einer neuen Bahnunterführung, die Auflassung zweier Eisenbahnkreuzungen sowie der Bau eines neuen Kreisverkehrs sollen künftig für mehr Verkehrssicherheit und einen flüssigeren Verkehrsablauf sorgen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Großräumig umfahren
FÖDERLACH. Insgesamt werden rund 22 Millionen Euro in das Projekt investiert, die Hälfte davon stammt aus Mitteln des Straßenbaureferates des Landes Kärnten, die andere Hälfte von der ÖBB-Infrastruktur AG. Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber betonte bei der Baustartveranstaltung die Relevanz des Projekts: „Die neue Unterführung der Landesstraße sowie die Auflösung der bisherigen Eisenbahnkreuzungen sind ein wichtiger Schritt, um den Verkehr sicherer und effizienter zu gestalten. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Koralmbahn von großer Bedeutung“.
Der Regionalleiter der ÖBB-Infrastruktur AG, Franz Jank, hob hervor, dass die sicherste Eisenbahnkreuzung jene sei, die es nicht mehr gebe. Die Arbeiten starten bereits in diesem Jahr mit Vorbereitungen wie dem Einbau von Behelfsbrücken und der Verlegung von Versorgungsleitungen. „Dank sorgfältiger Baustellenlogistik und Verkehrsführung werden die Einschränkungen für den Straßenverkehr so gering wie möglich gehalten“, so Jank. Er riet zudem, die Eisenbahnkreuzung in Föderlach ab Dezember 2025 großräumig zu umfahren, da dann der neue Fahrplan in Kraft tritt und der Baustellenbetrieb zunimmt.
Die Bürgermeisterin von Wernberg, Doris Liposchek, erklärte, dass durch die neue Unterführung künftig lange Wartezeiten vermieden werden. „Der bisher häufig stockende Verkehrsfluss wird deutlich verbessert und Rückstaus gehören bald der Vergangenheit an“, so Liposchek.
Fertigstellung 2027
Die Fertigstellung des Projekts sei für Herbst 2027 geplant. Bereits ab Juni 2027 soll die Unterführung inklusive des neuen Kreisverkehrs in Betrieb gehen. Dann werden die Eisenbahnkreuzungen an der Dueler Straße und der L59 Föderlacher Landesstraße aufgelassen. Die Landesstraße L59 wird im Zuge des Projekts nördlich der Bahn verlegt und entlang des Bahnhofs geführt, wo sie durch die neue Unterführung und den Kreisverkehr wieder in die bestehende L59 Richtung Faaker See mündet. Der neue Kreisverkehr wird auf dem Niveau der Unterführung gebaut und optimiert die Anbindung an die Dueler Straße sowie die Dorfplatzstraße.
Laufender Bahnbetrieb
Die Bauarbeiten finden bei laufendem Bahnbetrieb statt, was eine besondere Herausforderung darstellt. Die erste Bauphase umfasst die Installation der Behelfsbrücken durch die ÖBB, während ab Februar 2026 mit den Hauptarbeiten gerechnet wird. Während dieser Zeit sind verkehrliche Einschränkungen möglich, die jedoch so gering wie möglich gehalten werden sollen.


