René Benko erneut vor Gericht wegen Betrugsverdachts
Der frühere Immobilien-Tycoon und Signa-Gründer René Benko steht am Dienstag erneut vor einem Schöffengericht des Landesgerichts Innsbruck. Der Grund für die Verhandlung ist der Verdacht der betrügerischen Krida in Zusammenhang mit einer Mietvorauszahlung von etwa 360.000 Euro für eine Villa im Stadtteil Hungerburg.
Diese Verhandlung folgt auf die Aufhebung eines Teilfreispruchs durch den Obersten Gerichtshof (OGH), der Anfang Juli eine Neuverhandlung anordnete. Benko wurde in einem vorherigen Prozess im Oktober 2025 zu einer unbedingten Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der OGH bestätigte den Schuldspruch, da Benko wegen einer Schenkung in Höhe von 300.000 Euro an seine Mutter schuldig gesprochen wurde, wobei er dieses Geld seinen Gläubigern vorenthalten haben soll.
Aufgrund der Anordnung des OGH muss nun die Mietvorauszahlung erneut verhandelt werden, zudem wird die Strafhöhe durch das Landesgericht neu festgelegt. Der Prozess dauert von 9 bis 20 Uhr, und sieben Zeugen sind geladen. Ob Benko, der sich weiterhin in Untersuchungshaft befindet, Fragen des Gerichts beantworten wird, bleibt abzuwarten. Der Strafrahmen bei einer Verurteilung beträgt zwischen einem und zehn Jahren Freiheitsstrafe.
Einordnung
Die Wiederaufnahme der Verhandlung verdeutlicht die rechtlichen Schwierigkeiten, in denen sich Benko befindet. Die Entscheidung des OGH und die damit verbundene Neuverhandlung könnten erhebliche Auswirkungen auf sein Vermögen und seine unternehmerischen Aktivitäten haben.


