Bertelsmann vollzieht Fusion von BMG mit Concord in erfolgreichem Abschluss

September 1, 2026 22:53
Bertelsmann vollzieht Fusion von BMG mit Concord in erfolgreichem Abschluss

Bertelsmann und Concord schließen Zusammenschluss im Musiksektor ab

Der deutsche Medienkonzern Bertelsmann hat die Fusion seiner Musiktochter BMG mit dem US-Unternehmen Concord vollzogen. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden gaben grünes Licht für den Zusammenschluss, der am 1. September unter dem Namen BMG beginnt.

Bertelsmann hält 67 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen und nimmt dieses vollständig in seine Bilanz auf. Die ehemaligen Eigentümer von Concord halten 33 Prozent, verwaltet von der Vermögensverwaltungsgesellschaft Great Mountain Partners (GMP). Der Pro-forma-Jahresumsatz für 2026 wird auf 2,2 Milliarden US-Dollar geschätzt, bei einem bereinigten operativen Ergebnis von 730 Millionen Dollar. Der Hauptsitz wird in Nashville, Tennessee, angesiedelt, der europäische Sitz befindet sich in Berlin.

Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, bezeichnete die Fusion als „eine der größten Transaktionen“ in der Unternehmensgeschichte. Die Pläne wurden Ende April vorgestellt, wobei der Abschluss ursprünglich für das vierte Quartal 2026 erwartet wurde.

Bob Valentine, bisher CEO von Concord, wird die Leitung von BMG übernehmen. Thomas Coesfeld, Enkel des 2009 verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn, wird den Vorsitz des Verwaltungsrats übernehmen. Der frühere BMG-Chef soll zum Jahreswechsel Rabe an der Bertelsmann-Spitze ablösen.

Bertelsmann plant, durch die Fusion Doppelstrukturen abzubauen und gemeinsame Investitionen in IT und Künstliche Intelligenz zu fördern. Diese Zusammenführung zählt neben der Übernahme von Sky Deutschland durch die Bertelsmann-Tochter RTL zu den großen Geschäften des Konzerns in diesem Jahr.

Einordnung

Die Fusion von BMG und Concord führt zu einer stärkeren Marktpräsenz im Musiksektor und schafft Synergien in der Vermarktung. Dies könnte Bertelsmanns Umsatz mittelfristig signifikant steigern und die Wettbewerbsfähigkeit des neuen Unternehmens erhöhen.

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