Die Energiezukunft in Oberösterreich rückt näher: Wind, Sonne und Speicher als Schlüssel zur Unabhängigkeit.
Der Übergang zu einer sicheren und günstigen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien in Oberösterreich ist in vollem Gange. Projekte wie der Windpark Munderfing und Agri-PV-Anlagen in Pischelsdorf am Engelbach, St. Veit im Innkreis, Mining, Höhnhart und weiteren Gemeinden sind wegweisende Beispiele dafür. Darüber berichtet Welt Stimme.
Lokale Unternehmen wie EWS aus Munderfing, ausgestattet mit einem Team von über 100 hochqualifizierten Experten, arbeiten intensiv an der Energiewende. Immer mehr Gemeinden im Bezirk Braunau übernehmen Verantwortung für die lokale Energiezukunft. Durch den konsequenten Ausbau von Wind- und Photovoltaikprojekten setzt die Region ein deutliches Zeichen für eine günstige und sichere Stromversorgung für alle Bürger.
Der Bezirk verfügt über ausreichendes erneuerbares und flächensparendes Energiepotenzial, um den Gesamtstrombedarf von jährlich 1,020 Terawattstunden (TWh) zu decken. Dies kann mittels 53 Windrädern und 23 Agri-PV-Anlagen realisiert werden. Mit den entsprechenden Speichersystemen und nur geringen Netzanpassungen lässt sich dieser Ausbau innerhalb der nächsten zehn Jahre umsetzen.
Joachim Payr: „Der Bezirk Braunau entwickelt sich zum Vorzeigemodell für ganz Oberösterreich.“
Joachim Payr, Geschäftsführer von EWS, betont: „Seit Jahrzehnten spüren wir schmerzhaft, wie unsere Abhängigkeit von importiertem Gas und Öl als Waffe gegen unser Land eingesetzt wird. Die Antwort darauf ist klar: Wir müssen in Oberösterreich unabhängig werden! Das gelingt nur durch konsequenten, landeseigenen Stromausbau, der am schnellsten und zuverlässigsten durch Wind- und Solarenergie erreicht wird. Positiv daran ist, dass wir mit diesen Maßnahmen nicht nur die Verfügbarkeit und Kosten in der Hand haben, sondern auch die Milliarden, die jetzt in fossile Stromimporte fließen, in die eigene Wirtschaft und heimische Arbeitsplätze reinvestieren können. Eine zuverlässige Stromversorgung ist entscheidend für das Funktionieren unserer Gesellschaft und hat daher als kritische Infrastruktur große Bedeutung für die öffentliche Sicherheit und die Landesverteidigung.“
Windkraft und PV kombiniert mit Speichersystemen
Für ein funktionsfähiges Energiesystem ist eine möglichst konstante Energieerzeugung über das gesamte Jahr notwendig.
Joachim Payr: „Die Kombination aus Photovoltaik, überwiegend im Sommer, und Windkraft im Winter, ergänzt durch Wasserkraft und moderne Speichertechnologien wie Pumpspeicherkraftwerke und Batteriespeicher, ist ideal geeignet.“
Durch intelligente Netzinfrastrukturen werden zeitlich versetze Erzeugungsmuster ausbalanciert. Überschüssige Energie wird gespeichert und bei Bedarf wieder eingespeist. Ein sogenanntes „Smart Grid“ steuert den Stromfluss zwischen Erzeugern, Verbrauchern und Speichern in Echtzeit und sorgt für eine stabile Stromversorgung. Diese Konzepte sind keine Zukunftsmusik, sondern bereits in zahlreichen umgesetzten Hybridparks aus Wind, Sonne und Speicher realisiert.


