Dürren beeinträchtigen Ernte in Österreich
Die extreme Dürre führt im heimischen Obst- und Gemüsebau zu erheblichen Ertragsverlusten. Laut der Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ) wird im Obstbau eine um rund ein Drittel geringere Ernte und im Gemüsebau Einbußen von durchschnittlich 45 Prozent erwartet.
Besonders betroffen sind östliche Obstbauregionen, wo der Zugang zu Bewässerungsmöglichkeiten zunehmend eingeschränkt ist. Rund 40 Prozent der Obstbauflächen werden bewässert, doch die Wasserreserven in Speicherteichen und Bewässerungsanlagen neigen sich dem Ende zu. Bei Äpfeln, Birnen und Zwetschken wird die Lage als kritisch wahrgenommen, während bei Holunder Ernteausfälle von über 50 Prozent drohen.
Die Trockenheit hat auch im Gemüsebau gravierende Folgen. Es kommt zu Wachstumsverzögerungen, Notreifen und Verbrennungen der Pflanzen. Zudem vermehren sich Schädlinge wie Spinnmilben und Thripse, was die Situation weiter verschärft. Ohne ausreichende Bewässerung sind Totalausfälle in vielen Kulturen zu befürchten. Bei Tiefkühlgemüse werden trotz Bewässerung Einbußen von über 30 Prozent erwartet.
Einordnung
Die Ernteverluste haben direkte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Obst und Gemüse in Österreich. Angesichts der hohen Temperaturen reifen zahlreiche Kulturen gleichzeitig, was zu Engpässen bei Ernte und Verarbeitung führt. Die Landwirtschaftskammer fordert daher schnelle Hilfsmaßnahmen für betroffene Landwirte.


