Die Einführung des digitalen Gästemeldesystems in der Erlebnisregion Gesäuse stellt einen bedeutenden Schritt in der Modernisierung des Tourismus dar. Dieses großangelegte Projekt wurde zu Beginn des Jahres von den Gemeinden und dem Tourismusverband initiiert und macht das Gesäuse zum Vorreiter in der Steiermark.
GESÄUSE. Ab sofort wird in allen neun Mitgliedsgemeinden das „Feratel Meldewesen“ als einheitliche digitale Lösung für das Gästemeldewesen verwendet. Dieses System, das bereits in Verbindung mit der bestehenden Buchungsplattform genutzt wird, ist den Betrieben vertraut.
„Die Umstellung zielt darauf ab, die tägliche Meldung von Gästen für alle Beteiligten einfacher, schneller und effizienter zu gestalten. Gemeinden sowie Gastgeberinnen und Gastgeber profitieren von weniger Aufwand und besserer Datenqualität“, berichtet die Projektverantwortliche des TVB, Sylvia Hofbauer. Die Registrierung der Gäste erfolgt künftig zeitsparend und umweltschonend über QR-Codes, Reisepass-Scans und eine digitale Signaturfunktion. Stammgäste werden automatisch erkannt.
Grundlage für weitere Initiativen
Auslöser für das neue digitale Gästemeldesystem war eine strukturelle Veränderung: Der bisher von vielen Gemeinden genutzte Softwareanbieter für kommunale Verwaltungsaufgaben stellte seine Unterstützung für das Meldewesen zum Ende des Jahres 2025 ein.
„Diese Situation haben wir im TVB aufgegriffen und in enger Abstimmung mit allen Gemeinden eine neue Lösung erarbeitet. Durch den gemeinsamen Umstieg auf ein einheitliches, modernes System wird nicht nur der gesetzliche Rahmen erfüllt, das Projekt bildet auch die Grundlage für weiterführende Digitalisierungsinitiativen – wie etwa eine digitale Gästekarte“, erklärte die TVB-Geschäftsführerin, Jaqueline Egger.
Über 50 Prozent nutzen es bereits
Die Inbetriebnahme erfolgte nach je zwei Schulungen für Gemeinden und Betriebe im Dezember 2025. Ein besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, den Übergang strukturiert und ohne unnötige Belastung für die Gastgeberinnen und Gastgeber sowie die Gemeindebediensteten zu gestalten. Über 50 Prozent der insgesamt 230 Vermietungsbetriebe im Gesäuse nutzen bereits die elektronische Gästemeldung; viele weitere Betriebe sind derzeit in der Umstellung.
Darüber berichtet Welt Stimme.


