Doris Steiner über Bewerbungstipps: So erkennen Sie ein gutes Arbeitsumfeld in Rohrbach

Jänner 26, 2026 11:07
Doris Steiner über Bewerbungstipps: So erkennen Sie ein gutes Arbeitsumfeld in Rohrbach

Doris Steiner über den Bewerbungsprozess: Wichtige Tipps für Arbeitssuchende

Im Rahmen des Sonderthemas »Lehre mit Zukunft« trat MeinBezirk ins Gespräch mit Doris Steiner, Leiterin des AMS Rohrbach, und fragte: »Worauf sollte man im Bewerbungsprozess achten?« Darüber berichtet Welt Stimme.

Wie lässt sich im Bewerbungsprozess die Qualität des Arbeitsumfelds erkennen?
Steiner: Das beginnt schon damit, ob und wann man eine Rückmeldung erhält. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung, Bewerbenden zeitgerecht eine Antwort auf ihr Schreiben zukommen zu lassen – auch wenn der Job bereits besetzt oder die betroffene Person nicht für die Stelle geeignet ist. Weiters bekommt man beim Beobachten der Angestellten ein Gefühl dafür, ob sich diese wohlfühlen.

Was ist ein gesunder Umgang mit der Nervosität beim Bewerbungsgespräch?
Ich empfehle, zeitgerecht bei der Firma einzutreffen und eventuell noch ein paar Minuten vorm Gebäude zu warten – um sich in der Umgebung zurechtzufinden. Die Beobachtung von Abläufen und Menschen kann dabei helfen, einen ersten Eindruck zu gewinnen und sich auf das Gespräch einzustellen. Ein bisschen Nervosität ist normal und auch nicht unbedingt schlecht. Ich denke, dass man dadurch fokussierter und konzentrierter sein kann.

Gibt es sonst noch Wichtiges in Sachen Vorstellungsgespräch?
Man darf nicht übersehen, dass das Bewerbungsgespräch nicht erst beim Schreibtisch beginnt. Es startet schon vor dem Gebäude: auf dem Parkplatz, beim Betreten des Firmengeländes. Folgende Fragen sollte man sich stellen: Grüße ich die Mitarbeitenden? Frage ich, wo ich die Person finde, die ich brauche? Die Wahrnehmung der potenziell zukünftigen Kolleginnen und Kollegen darf auf keinen Fall unterschätzt werden – es zählt nicht bloß der Eindruck der Person, mit der man das Bewerbungsgespräch führt.

Was sind Must-haves beziehungsweise No-gos bei der schriftlichen Bewerbung?
Must-haves sind bisherige Schulbildung, Abschlüsse, Erfahrungen und ein professionelles Foto. Wichtig sind auch Kontaktdaten, über die das Unternehmen Rückmeldung geben kann. Auch die Beschreibung von eigenen Kompetenzen ist sinnvoll. Falls man sich ehrenamtlich engagiert, sollte das angegeben werden. Daraus kann der Betrieb auf positive Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Verlässlichkeit oder Belastbarkeit schließen.

Anschreiben, Telefonat oder doch lieber persönlicher Besuch?
Die Art der Bewerbung sollte an das Stelleninserat angepasst sein. Viele Firmen haben schon Online-Tools, über die man sich bewerben kann. Dadurch landet das Schreiben gleich dort, wo es hingehört. Einem Unternehmen postalisch einen Brief zu schicken, wenn in der Ausschreibung explizit steht, man soll sich per E-Mail oder Plattform bewerben, ist keine gute Idee. Das zeigt, dass man die Ausschreibung nicht gut gelesen hat oder sich jetzt schon nicht an Vorgaben hält.

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