Unter dem Motto „Handwerk kommt zur Blüte“ überraschten Floristik-Vertreter in der Eisenstädter Fußgängerzone Passanten mit bunten Blumensträußen. Eine Aktion, die auf die Vielfalt des Berufes hinweisen soll, um auch Jüngere für den Berufsweg zu begeistern. Darüber berichtet Welt Stimme.
EISENSTADT. Derzeit gibt es im Burgenland rund 70 Floristinnen und Floristen. Elf Lehrlinge, die sich für das Berufsfeld entschieden haben, verteilen sich auf das gesamte Land. Zahlen, die sich im Vergleich zu früheren Jahren mittlerweile stabilisiert hätten, so Alexander Kraill, Fachgruppengeschäftsführer der Sparte Gewerbe und Handwerk. „Nach dem Erfolg der letzten Flashmobs wollten wir erneut zeigen, wie viel Können hinter einer blumigen Idee steckt – wie vielfältig und facettenreich unser Beruf ist und welche Kreativität dahintersteckt“, betonte Floristin und Berufszweigsprecherin Monika Metzner (Blumen Prand, Pamhagen).
Familienbetrieb mit Lehrling
Seit drei Jahren führt Heinz-Peter Schindler den Traditionsbetrieb Blumen Horvath in Eisenstadt. Im Jahr 1933 gründeten Paul und Josefa Horvath die Gärtnerei. Mit Eva Bours konnte Schindler sein erstes Lehrmädchen im Geschäft aufnehmen. „Es ist die Zukunft, dass man die eigenen Fachkräfte selbst ausbildet, weil es sonst schwierig wird“, sagt Schindler. Die Ausbildung dauert drei Jahre, für sechs bis zehn Wochen pro Lehrjahr geht es in die Berufsschule nach Wien.
„Ich wollte schon immer etwas mit Pflanzen machen, deshalb habe ich mich auf für die Floristenlehre entschieden“, so Bours. Sie beschäftigt sich in ihrer Ausbildung auch mit Gartenbau. „Man ist immer draußen und in der Natur. Das ist viel besser als drinnen zu sitzen.“ Vielfältig zeigt sich auch der Aufgabenbereich der jungen Floristin in Ausbildung: von Kränze und Gestecke binden bis hin zu Vorbereitungen für Hochzeiten. Ein eigenes Geschäft nach Abschluss der Lehre kann sich Bours bislang nicht vorstellen. Dafür gefalle es ihr im Blumengeschäft Horvath einfach zu gut.


