HTBLA Hallstatt erweitert Bildungsangebot
HALLSTATT. Die Höhere Technische Lehranstalt (HTBLA) in Hallstatt plant den Start einer Fachschule für Bootsbau im Schuljahr 2026/27. Dies ist das Ergebnis von über zehn Jahren Entwicklung einer schulautonomen Schwerpunktausbildung.
Direktor Christoph Preimesberger betont, dass die neue Fachrichtung ideal zum Schulprofil passt und zahlreiche Synergien nutzt. Die Ausbildung kombiniert technisches Wissen mit kunsthandwerklicher Kultur. Die vierjährige Fachschule vermittelt angehenden Bootsbauer:innen Grundlagen der Tischlerei, Bootskonstruktion und moderne Fertigungstechniken, einschließlich IT-integrierter Prozesse.
Das Curriculum umfasst die Gestaltung und den Bau verschiedener Bootstypen, von traditionellen Jollen bis modernen SUPs. Die Schüler:innen arbeiten an praxisnahen Projekten, die sowohl handwerkliche Fähigkeiten als auch technisches Wissen erfordern. Am Ende der Ausbildung präsentieren sie ein umfassendes Abschlussprojekt.
Die nautische Branche zeigt sich erfreut über das neue Ausbildungsangebot. Die Bootsbautagung der österreichischen Bundesinnung der Bootsbaubetriebe fand bereits in der HTBLA statt. Der Markt für Bootsinnenraumeinrichtungen sowie hochwertige Bootsausführungen zeigt ein wachsendes Interesse, was den Absolvent:innen zahlreiche Karrierechancen eröffnet.
Die Tradition des Bootsbaues in Hallstatt reicht bis in die Anfänge der Salzwirtschaft zurück. Historisch wurden dort große Transportboote gefertigt. 2016 wurde ein traditioneller Salztrauner nachgebaut, was den Kreis zur neuen Fachschule schließt und das Erbe des Bootsbaues in der Region unterstreicht.
Einordnung
Die Einführung der Fachschule für Bootsbau markiert einen bedeutenden Schritt in der Weiterentwicklung der HTBLA Hallstatt. Die Verbindung von Tradition und moderner Ausbildung bietet nicht nur den Schüler:innen neue Perspektiven, sondern fördert auch die Wertschätzung für handwerkliche Berufe in der Region.


