Im Linzer Magistrat nehmen immer mehr Väter Auszeiten zur Betreuung ihrer Kinder, während die Dauer der Karenzzeiten sinkt.
LINZ. Der Magistrat der Stadt Linz verzeichnet einen signifikanten Anstieg bei der Inanspruchnahme des Papamonats, des Familienzeitbonus und der Väterkarenz durch städtische Angestellte. In den Jahren 2024 und 2025 wurde diese Modelle insgesamt 90-mal genutzt, verglichen mit nur 65 Nutzungen in den Jahren 2022 und 2023. Dies entspricht einem Anstieg von rund 38 Prozent. Personalreferentin und Vizebürgermeisterin Merima Zukan (SPÖ) erklärt: „Wir schaffen klare und verlässliche Rahmenbedingungen, damit Väter mehr Verantwortung übernehmen können. Die steigende Inanspruchnahme zeigt, dass dieser Weg wirkt.“ Darüber berichtet Welt Stimme.
Karenzdauer wird kürzer
Ein weiterer Trend ist die verkürzte Dauer der Karenzen. Mitarbeiterinnen waren in den Jahren 2022/2023 im Durchschnitt 14 Monate und 22 Tage in Karenz, dieser Wert sank jedoch in den Jahren 2024/2025 auf 12 Monate und acht Tage. Männer hingegen nahmen überwiegend den Papamonat oder kurze Karenzzeiten in Anspruch, meist rund zwei Monate, was fast einen Monat weniger ist als im vorherigen Zeitraum. Frauenstadträtin Eva Schobesberger (Die Grünen) betont: „Noch immer gehen deutlich weniger Männer in Karenz als Frauen. Die überwiegende Verantwortung für Kinderbetreuung liegt weiterhin bei den Frauen.“
Um eine partnerschaftlichere Aufteilung der Familienarbeit langfristig zu fördern, bietet die Stadt Linz Informationen, Beratungen und flexible Rahmenbedingungen für den Papamonat, die Väterkarenz oder den Wiedereinstieg.


