Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe 2025 um 15 Prozent erhöht

August 31, 2026 15:13
Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe 2025 um 15 Prozent erhöht

Steigerung der Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe in Österreich im Jahr 2025

Im Jahr 2025 stiegen die Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe in Österreich auf 1.181,8 Millionen Euro, was einem Anstieg von 120,8 Millionen Euro oder 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies berichtete die Statistik Austria am Montag.

Insgesamt erhielten 42.645 minderjährige Personen Unterstützung bei der Erziehung in ihren Familien, während 13.029 Kinder außerhalb ihrer Familien betreut wurden. 2.325 junge Erwachsene nutzten außerfamiliäre Betreuungsleistungen und 1.924 erhielten Unterstützungsleistungen in ihrem familiären Umfeld.

Der größte Anteil der Nettoausgaben von 1.118,9 Millionen Euro entfiel auf Wien mit 24,4 Prozent, gefolgt von Niederösterreich (18,2 Prozent) und der Steiermark (15,1 Prozent). Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe zielen darauf ab, das Kindeswohl zu gewährleisten und eine außerfamiliäre Unterbringung zu vermeiden. Wenn dies nicht möglich ist, erfolgt eine Anordnung zur „Vollen Erziehung“ durch Pflegepersonen oder in sozialpädagogischen Einrichtungen.

61 Prozent der betroffenen Minderjährigen lebten im Jahr 2025 in Einrichtungen, während 39 Prozent in Pflege hatten. Im Bereich der Unterstützung der Erziehung lag der Anteil der Buben bei 53,8 Prozent, in der „Vollen Erziehung“ bei 52,1 Prozent. Der Großteil der unterstützten Kinder war zwischen sechs und unter 14 Jahre alt.

Einordnung

Die gestiegenen Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe reflektieren einen wachsenden Bedarf an Unterstützung und Betreuung. Dies ist besonders relevant vor dem Hintergrund der Bemühungen, das Kindeswohl in familiären und außerfamiliären Strukturen zu sichern. Der Trend könnte langfristige Auswirkungen auf die sozialen Dienstleistungen und die Finanzierung in diesem Bereich haben.

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