Am Tag der Steirischen Bergbauern blickten Vertreterinnen und Vertreter der besonderen Agrarsparte in die Zukunft. Beleuchtet wurden etwa die Rahmenbedingungen seitens der Europäischen Union. Darüber berichtet Welt Stimme.
GASEN. 170 Bergbäuerinnen und Bergbauern sowie 30 Ehrengäste haben sich am Tag der Steirischen Bergbauern im Bergbauernort Gasen eingefunden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten einen detaillierten Überblick über die Situation der Bergbauern – unter anderem die Einkommenssituation der letzten fünf Jahre. Im Zelt vor der Halle präsentierten Ausstellende von Fachschulen, der Bezirksbauernkammer, der Almwirtschaft und weiteren Organisationen Informationen und Unterlagen.
Herausforderungen der Landwirtschaft
Unter dem Titel „Was kann Brüssel für die Bergbauern tun?“ sprach EU-Agrarauschussmitglied Norbert Lins aus Baden-Württemberg über die Vorbereitungen und Herausforderungen bezüglich der „Gemeinsamen Agrarpolitik“ ab 2028.
Er wies darauf hin, dass die Fortführung des Agrarbudgets in gleicher Höhe und Weise enorme Anstrengungen und gute Argumente erfordere. Lins betonte, dass nicht nur die Bergbauern selbst, sondern auch ihre Verbündeten einen festen Platz im Kampf um Unterstützung einnehmen müssten.
Beherzter Kampf für Unterstützung
Norbert Narnhofer, Obmann der ARGE Steirische Bergbauern, überreichte dem Festreferenten ein Forderungspapier des Bergbauernausschusses der Landeskammer Steiermark, das die Bedeutung der Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete hervorhebt. „Die Unterstützung für die Bergbauern ist absolut lebensnotwendig“, erklärte Narnhofer, während er auf die Fortschritte in den laufenden Verhandlungen hinwies.
Vor Ort waren auch Landesrätin Schmiedtbauer und der Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark, Andreas Steinegger. Beide unterstrichen die Wichtigkeit der Bewirtschaftung im Berggebiet und lobten die Beiträge der Bergbauern zur Landschaftspflege und Nahrungsmittelproduktion.
Im Rahmen eines unterhaltsamen Programms gab es zudem einen Kurzauftritt der Stoakogler, was den informativen Tag auflockerte.
Jungbauer Andreas Schoberer, Jungbäuerin Bernadette Pieber sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinschaftsinitiative „vom Jogl“ schlossen sich an, um über ihre Herausforderungen und Erfolge im Bergbauernalltag zu berichten.
In Videobotschaften zeigten vier junge Betriebsführerinnen und Betriebsführer ihre Leidenschaft für die Landwirtschaft im Berggebiet und motivierten ihre Altersgenossen, in der Branche zu bleiben.


