Im Bezirk Mistelbach beginnt der Ausbau des NÖ Glasfasernetzes: In den Gemeinden Rabensburg, Großkrut und Hausbrunn werden etwa 2.200 Haushalte und Betriebe künftig an eine moderne Internetinfrastruktur angeschlossen. Darüber berichtet Welt Stimme.
NÖ/BEZIRK MISTELBACH. Die Projekte werden von der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes Niederösterreich vorangetrieben und sollen einen bedeutenden Impuls für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region liefern.
Glasfaser als Motor für die Region
Der Ausbau ist Teil der umfassenden Breitbandstrategie des Landes, die eine lückenlose Versorgung mit zukunftssicheren Glasfasernetzen anstrebt. Diese digitale Infrastruktur wird den Anforderungen von Wirtschaft, Bildung und Alltag langfristig gerecht. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Bevölkerung und der nöGIG ist entscheidend für den Erfolg des Vorhabens.
„Digitale Infrastruktur ist heute eine Grundvoraussetzung für Entwicklung. Mit dem Ausbau der drei Gemeinden im Bezirk Mistelbach sorgen wir dafür, dass die Chancen der Digitalisierung nicht vom Wohnort abhängen. Das stärkt die Regionen und schafft Perspektiven für kommende Generationen“, betont Nationalratsabgeordneter Andreas Minnich in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Perspektiven für Arbeit, Bildung & Freizeit
Die Bürgermeister der betreffenden Gemeinden begrüßen den Ausbau als entscheidenden Schritt. Wolfram Erasim (SPÖ) aus Rabensburg hebt hervor, dass schnelles und zuverlässiges Internet neue Möglichkeiten für Arbeiten, Lernen und Wirtschaften eröffnet und die Lebensqualität der Einwohner verbessert. Klaus Schütz (ÖVP) aus Großkrut merkt an, dass Glasfaser Planungssicherheit für Betriebe schafft und die Gemeinde für junge Menschen und Familien attraktiver macht. Mario Gaider (SPÖ) aus Hausbrunn sieht im Baustart ein starkes Signal für die Zukunft: Glasfaser bedeutet nicht nur eine schnellere Internetverbindung, sondern eröffnet auch neue Chancen für Bildung und Lebensqualität vor Ort.
Zahlen, Daten, Fakten
Für die drei Ausbauprojekte werden insgesamt etwa 62 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. In Rabensburg werden 640 Haushalte und Betriebe angeschlossen, wobei die Bauarbeiten auf einer Trassenlänge von rund 16 Kilometern beginnen. Erste Aktivierungen sind für Herbst 2026 geplant. Großkrut wird 950 Haushalte und Betriebe an das Netz anbinden über eine Trassenlänge von 28 Kilometern, ebenfalls mit Aktivierungen im Herbst. In Hausbrunn erfolgen die Anschlüsse für 600 Haushalte und Betriebe auf rund 18 Kilometern Trasse, mit ersten Nutzungen ab Sommer 2026. Die Bauarbeiten in allen drei Gemeinden beginnen im Frühjahr 2026 und sollen bis Frühjahr 2027 abgeschlossen sein.
Infrastruktur für Generationen
Reinhard Baumgartner, Geschäftsführer der nöGIG Projektentwicklungs GmbH, betont die langfristige Bedeutung des Projekts: „Mit jedem neuen Ausbaugebiet schaffen wir Infrastrukturen, die über Jahrzehnte Bestand haben. Glasfaser ist keine temporäre Lösung, sondern bildet die Grundlage für die digitale Entwicklung unserer Gemeinden – heute und für kommende Generationen.“
Das NÖ Glasfasernetz wird in etwa 200 Gemeinden errichtet oder ist bereits in Betrieb. Die Infrastruktur bleibt mehrheitlich im öffentlichen Eigentum, was allen Internetdienstanbietern zur Verfügung steht. Dieses Open-Access-Prinzip fördert fairen Wettbewerb und echte Wahlfreiheit für Haushalte und Betriebe.
Niederösterreich als Vorreiter
Niederösterreich hat als erstes Bundesland in Österreich ein umfassendes Konzept für den flächendeckenden Ausbau von Glasfaser bis zu den Haushalten entwickelt, insbesondere für Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern. Bisher wurden rund 130.000 Haushalte erfolgreich mit zukunftssicheren NÖ Glasfaseranschlüssen versorgt. Für die Finanzierung hat sich das Land mit dem Allianz-Versicherungskonzern auf zwei Investitionspakete von insgesamt 800 Millionen Euro geeinigt.


