Das Iduna Secondhand-Warenhaus in Jennersdorf hat nach einer umfassenden Neugestaltung sein frisches Erscheinungsbild präsentiert, wobei die bewährte Mission, gebrauchten Dingen ein zweites Leben zu schenken und Arbeitsplätze für sozial benachteiligte Menschen zu schaffen, unverändert bleibt. Darüber berichtet Welt Stimme.
JENNERSDORF. Mit Unterstützung eines EU-LEADER-Projekts von Südburgenland Plus sind die Verkaufsflächen und die Logistik des Warenhauses erheblich verbessert worden, was dessen Sichtbarkeit deutlich erhöht hat. „Wir wollen die Kreislaufwirtschaft für alle erlebbar machen“, betont Elisabeth Lang, Mitgründerin und Vorständin des Vereins Iduna. „Durch die Wiederverwendung gut erhaltener Waren werden Ressourcen geschont, Müll vermieden und gleichzeitig sinnvolle Arbeitsplätze geschaffen.“
Mehr Platz und bessere Abläufe
Das Warenhaus, das sich seit Jahren als Anlaufstelle für nachhaltiges Einkaufen in der Region etabliert hat, profitiert von den jüngsten Investitionen in mehreren Aspekten. Die Verkaufsflächen wurden neu gestaltet, die Warenhandhabung modernisiert und die Logistik optimiert. „Mit der Neugestaltung ist es uns gelungen, die Attraktivität für Kundinnen und Kunden ebenso zu steigern wie die Arbeitsbedingungen für unser Team“, erklärt Charlotte Gruber, zweite Vorständin und Mitgründerin von Iduna.
Soziale Verantwortung von Beginn an
Bei der Gründung des Vereins war es sowohl ein ökologisches als auch ein soziales Anliegen, allen Menschen, die aus dem Arbeitsmarkt ausgeschieden sind, eine zweite Chance zu geben. „Unser Anliegen von Anfang an war es, auch allen Menschen, die aus dem Arbeitsmarkt hinausgefallen sind und nicht mehr gebraucht wurden, eine zweite Chance zu geben“, betont Ingrid Kornberger, eine der Gründerinnen von Iduna.
Aktuell haben zehn Frauen über 55 Jahren, die zuvor arbeitslos waren, im Iduna-Warenhaus eine dauerhafte Anstellung gefunden. Sie nehmen Warenspenden entgegen, sortieren, reparieren, schlichten und verkaufen, was nicht nur zum wirtschaftlichen Erfolg des Hauses beiträgt, sondern auch den Gedanken der Kreislaufwirtschaft verkörpert.
Kreislaufwirtschaft als Erfolgsmodell
Mit mehr als 1.000 Quadratmetern Verkaufsfläche ist Iduna ein regionales Vorzeigeprojekt im Bereich Kreislaufwirtschaft. Die Einrichtung sammelt, bereitet auf und verkauft gut erhaltene Kleidung, Haushaltswaren, Bücher und andere Gegenstände zu fairen Preisen. „Gebraucht bedeutet nicht abgenutzt, sondern erzählt eine Geschichte“, sagt Gruber. „Dieser Gedanke der Wertschätzung zieht sich durch unser gesamtes Sortiment.“
Kooperation für kreative Wiederverwertung
Iduna legt besonderes Augenmerk auf innovative Formen des Upcyclings. In Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Fürstenfeld und dem Projekt „Herzstück 81“ entstehen in Jennersdorf kreative Unikate: Kleidungsstücke aus dem Warenhaus werden aufgearbeitet und in eine „Reworked Kollektion“ verwandelt. Diese besonderen Designerstücke stehen für gelebte Nachhaltigkeit und Inklusion und wurden beim Re-Opening erstmals präsentiert.
Feierliche Wiedereröffnung mit Modenschau
Im Rahmen eines Festes zur Wiedereröffnung lud Iduna in das neugestaltete Warenhaus ein. Ein Höhepunkt war die Modenschau, die zeigte, wie vielfältig und modern Secondhand-Mode sein kann – auch für ein junges Publikum. Musikalisch umrahmte die Band der Zentralmusikschule Jennersdorf „Back to Future“ das Iduna-Fest. Unter den Gästen waren Landtagsabgeordneter Fabio Halb, Bürgermeister Reinhard Deutsch, Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Josef Kropf und WK-Geschäftsstellenleiterin Katharina Bagdy.


