Industriellenvereinigung Oberösterreich kritisiert WKO wegen Gehaltsabschluss von 4,2 Prozent

November 4, 2025 17:12
Industriellenvereinigung Oberösterreich kritisiert WKO wegen Gehaltsabschluss von 4,2 Prozent

Nach der Bekanntgabe des Gehaltsabschlusses der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) von 4,2 Prozent äußert die Industriellenvereinigung (IV) Oberösterreich scharfe Kritik. Darüber berichtet Welt Stimme.

Ö/OÖ. Präsident Thomas Bründl und Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch der IV OÖ warnen, dass der Gehaltsabschluss fatale Auswirkungen auf das gesamte wirtschaftliche Umfeld haben könnte. „Man kann sich ins eigene Knie schießen, wenn man das möchte, aber nur, wenn es keine Auswirkungen auf das gesamte Umfeld hat. Das jedoch hat der Gehaltsabschluss von 4,2 Prozent in der Wirtschaftskammer“, betonen sie. Bründl und Haindl-Grutsch fordern, dass eine Institution mit einem privilegierten Schutzstatus, wie die WKO, besonders verantwortungsvoll handeln sollte. „Statt Maß zu halten, gießt die Wirtschaftskammer Öl ins Inflationsfeuer“, sagen sie weiter. Die Mitglieder der IV OÖ sind verärgert über die Entscheidung und befürchten einen massiven Verlust an Glaubwürdigkeit für die WKO sowie einen erheblichen Kollateralschaden für den Standort Österreich.

„Die Wirtschaftskammer agiert im geschützten Raum, abgeschirmt von Marktmechanismen, aber mit unmittelbaren Folgen für jene, die tagtäglich im Wettbewerb stehen. Ohne eigenes Risiko lässt sich leicht großzügig sein – doch die Rechnung zahlen die Betriebe“,

WKO argumentiert mit langjährigem Vergleich

Die WKO entgegnet, dass die jährlichen Gehaltsanpassungen für ihre Mitarbeiter:innen im langjährigen Vergleich deutlich unter den Erhöhungen in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst liegen. Von 2015 bis 2024 betrug die Erhöhung in der Wirtschaftskammer im Durchschnitt nur 2,57 Prozent, was niedriger ist als die KV-Erhöhungen im Handel (3,18 %) und im öffentlichen Dienst (3,29 %) sowie unter der Teuerung (VPI: 3,09 %). Die aktuelle Gehaltsanpassung spiegle die hohen KV-Abschlüsse des vergangenen Jahres wider, die zwischen 5,4 und 9,2 Prozent lagen. Daraus ergibt sich eine Gehaltserhöhung von 4,2 Prozent für die WKO. Die WKO befürchtet, dass die derzeit niedrigeren KV-Abschlüsse im nächsten Jahr zu eine entsprechend niedrigeren Gehaltsanpassung führen werden.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Rückgrat der Wirtschaftskammer. Sie stehen den Betrieben tagtäglich zur Seite – in Krisen, beim Export, bei Energie- oder Fachkräftethemen. Mit diesem populistischen Hick-Hack auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss jetzt Schluss sein“,

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