Hohe Inflation in Österreich: Lebensmittelpreise belasten die Bevölkerung
Österreich verzeichnet eine Inflationsrate von 3,6 %, was das Land im europäischen Vergleich an die Spitze katapultiert. Preistreiber sind insbesondere Lebensmittel, die auch die Gastronomie stark betreffen. Diese Situation hat gravierende Auswirkungen auf die Finanzlage der Bevölkerung. Darüber berichtet Welt Stimme.
Robert Taibl, Bezirksstellenleiter der AK Gänserndorf, äußert dazu: „Es ist schwer nachzuvollziehen, wo die Teuerung herkommt. Einerseits verstehe ich, dass die Nahrungsmittelpreise steigen, aber die Frage ist: muss das in dieser Höhe wirklich sein?“ Er verweist unter anderem auf die Gastronomie, wo sich die Erzeuger, insbesondere die Bauern, über die kontinuierlich sinkenden Preise und gleichzeitig steigenden Kosten beklagen.
Silvia Ceplichal aus Strasshof ist überzeugt, dass die hohen Preise für Pensionisten und Geringverdiener bereits katastrophale Auswirkungen haben. „Es würden dadurch viele in die Armutsgrenze schlittern“, warnt sie. Sie findet die angekündigten Preiserhöhungen der Supermärkte nicht mehr tragbar und fordert, dass die Erzeuger gerechte Preise erhalten. „Gott sei Dank haben wir noch keine finanziellen Probleme, aber selbstverständlich spüren auch wir die Preiserhöhungen im Geldbörsel“, gesteht sie.
Der Bürgermeister der Bezirksstadt Gänserndorf, René Lobner, bedauert die Situation und erklärt: „Teuerungen gehören leider täglich zur Tagesordnung, das spürt auch die Gemeinde durch die gestiegenen Energiekosten, Baukosten, etc.“ Diese Entwicklung schränkt den Handlungsspielraum sowohl für die Gemeinde als auch für private Haushalte erheblich ein. Lobner reagiert auf die Inflation mit gezielten Einkäufen und priorisiert regionale Produkte: „Qualität, statt Quantität.“ Er betont, dass man die Situation akzeptieren und das Beste daraus machen müsse.


